mobile.schule MAGAZIN 02/26

2. Halbjahr 2026 950.252 kostenfrei 02/26 Back to school: „Optimismus ist Pflicht.“ Illustration: © iStock/Flashvectorziert Dirk von Gehlen, nach Karl Popper ZEITGEMÄßE BILDUNG & WEITERBILDUNG Gewinnspiel 3 x Buch „Schule ohne Burnout“ gewinnen!

2 NOVOS | ONE: Das Display, das sich Ihren Systemen anpasst! Systemoffen Flexibel Zukunftssicher Kontakt: +49 (0) 511 67 519 - 0 / vertrieb@heinekingmedia.de / www.heinekingmedia.de Ohne festgelegtes Betriebssystem und mit zwei offenen OPS-Slots passt sich die NOVOS | ONE vollständig Ihren Anforderungen an. Ob heute, morgen oder in Zukunft: Leistung, Betriebssystem und Einsatzbereich bleiben flexibel und erweiterbar. Robust gebaut und technisch auf höchstem Niveau wird die NOVOS | ONE zum zentralen Element moderner Zusammenarbeit in Lernwelten – und das in allen Größen: 4k-Auflösung Upgradefähig Zwei OPS-Slots 65 " 75 " 86 " 98 " Die modulare Lösung für interaktiven Unterricht! QR-Code scannen: Unverbindlich anfragen und mehr Informationen erhalten! lebendige Farben und herausragende Bildqualität. Dank Modularität immer aktuelle Technik. Android oder Windows? Sie entscheiden!

3 4 DREI FRAGEN … an Christoph Engemann 5 AKTUELLE TIPPS 6 LEHRKRÄFTEGESUNDHEIT Beziehungsstarke Lehrkräfte bleiben länger gesund 10 NETZWERK Was wurde aus dem #Twitterlehrerzimmer #TWLZ? 14 SCHULENTWICKLUNG Wie De-Implementierung Schulen entlastet 18 FORTBILDUNGSKALENDER September bis Dezember 26 SCHULEN IM AUSLAND Vielfalt als Fundament – Warum Leitbildarbeit nie abgeschlossen ist 28 DIGITALISIERUNG Warum KI im Grundschulunterricht unerlässlich wird 32 INTERVIEW KI in der Grundschule richtig einbetten und gestalten 34 KOMMENTAR „Digitalisierung von oben – eine gute Idee, wenn man es richtig macht“ 35 TAGUNG Programm mobile.schule TAGUNG 42 IDEATHON „Viel cooler als normaler Unterricht“ 46 INTERVIEW Optimismus ist Pflicht 48 PRAXISBERICHT Ein Schulbus als digitaler Making Space INHALT IMPRESSUM Herausgeber Andreas Hofmann, mobile.schule Campus GmbH Georg-Westermann-Allee 66 38104 Braunschweig Tel: +49 531 123 25 335 E-Mail: magazin@mobileschule.net Website: www.mobileschule.net Projektmanagement Nora Herdegen Jennifer Torma Redaktion Nicola Wessinghage Marcus Flatten Ausstellermanagement und Veranstaltungen David Arigbabu Tel: +49 163 42476 26 E-Mail: arigbabu@mobileschule.net Anzeigenverkauf und Ausstellermanagement Carsten Hugo Tel: +49 151 56432121 E-Mail: hugo@mobileschule.net Art Direction, Bildredaktion, Layout und Satz Svenja Ahrens Titelbild Illustration: © iStock/Flashvectorziert Erscheinungsweise 2x jährlich Druck Westermann Druck GmbH Georg-Westermann-Allee 66 38104 Braunschweig Tel: +49 531 708 501 E-Mail: westermann_druck@westermann.de Preis des Heftes kostenfrei Leser- und Aboservice E-Mail: magazin@mobileschule.net Hinweis Beiträge freier Autorinnen und Autoren geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder. Herausgeber zugleich Anschrift für alle Verantwortlichen. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Braunschweig. Nachdruck und sonstige Vervielfältigungen – auch auszugsweise – sind nur mit Genehmigung des Herausgebers gestattet. Für unaufgefordert eingesandtes Redaktionsmaterial übernimmt der Herausgeber keine Haftung. © mobile.schule Campus GmbH 2026 mobile.schule auf social media Zum eMag I IMPRESSUM

4 mobile.schule: Hat in Zeiten von digitalen Medien und KI die klassische Schullektüre irgendwann ausgedient? Christoph Engemann: Nein, das glaube ich nicht. Sie muss nur ihre Selbstverständlichkeit immer wieder neu gewinnen. Die Schule kann heute nicht mehr voraussetzen, dass Lesen die dominante Kulturtechnik für Bildung und damit gesellschaftlichen Statuserhalt und -aufstieg ist. Digitale Medien verändern nicht allein die Aufmerksamkeitsspannen, sondern auch die Erwartungshaltungen: Inhalte sollen verfügbar, navigierbar, zusammenfassbar, kommentierbar und möglichst unmittelbar anschlussfähig sein. Das steht im Kontrast zur klassischen Lektüre, die gerade Langsamkeit, Verzögerung, Ambiguität und Zumutung produziert. Schullektüren müssen heute zeigen, welche Fähigkeiten nur oder besonders durch längeres Lesen entstehen und warum gerade diese unter digitalen Bedingungen und mit KI wichtig sind. mobile.schule: Welche Lesekompetenz wird bei der Entwicklung von einer literalen zur oralen Kultur wirklich entscheidend sein? Christoph Engemann: Die Entwicklung zur oralen Kultur bedeutet nicht das Ende der Schrift. Denn was auf den Plattformen als Gespräch, Video, Podcast oder Reel erscheint, wird im Hintergrund in maschinenlesbare Datenströme übersetzt. Zudem erfordert die Produktion von Videos und Podcasts für die Recherche die Lese- und Schreibkompetenz, genau wie der kritische Konsum auf das Nachlesen angewiesen ist. Lesen heißt dann nicht mehr nur, gedruckte Texte zu verstehen, sondern mediale Übersetzungen von Sprache in mündlichen wie in schriftlichen Auspielformaten kritisch beurteilen zu können. Lesekompetenz wird in diesem Sinne zu einem wichtigen Element der Medienkompetenz. Kompetent lesen bedeutet zukünftig, nicht nur Sätze, sondern Medienformen und Vermittlungsketten zu lesen. Es stellt sich also eine neue Bildungsaufgabe: nicht weniger lesen, sondern komplexer lesen. mobile.schule: Wie können Lehrkräfte wieder mehr Begeisterung für das Lesen wecken, ohne digitale Medien und KI einfach auszuklammern? Christoph Engemann: Wir sollten das Lesen nicht gegen digitale Medien ausspielen. Wir verlieren damit die Aufmerksamkeit der Jugendlichen und die Chance, digitale Medien lesbar und analysierbar zu machen. Als Medienhistoriker bin ich eher zurückhaltend mit konkreten Empfehlungen. Aber zentral ist auf jeden Fall, dass Lehrkräfte Medienübergänge beobachten und didaktisch nutzen sollten. So kann ein Roman mit einem Hörbuch, einem Podcast, einem Trailer, einem Meme, einem TikTok-Format oder einer KI-Zusammenfassung konfrontiert werden. Anhand dieser Formate könnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar werden. Solche Vergleiche zeigen, was unterschiedliche Medien leisten – und warum sich manche Erfahrungen nur im längeren Lesen erschließen. ... an Christoph Engemann. Der Medienwissenschaftler beschreibt, wie sich das Lesen im Wandel von einer Kultur der Schrift in eine des gesprochenen Wortes verändert, welche Rolle Plattformen und KI dabei spielen und wie wir verhindern, dass Lesen zur Kompetenz der Wenigen wird. Interview mit Christoph Engemann Drei FRAGEN ... Christoph Engemann forscht als Medienwissenschaftler am DFGSonderforschungsbereich „Virtuelle Lebenswelten“ der Ruhr-Universität Bochum. In seinem Essay „Zukunft des Lesens“ (Berlin, Matthes & Seitz 2025) analysiert er die aktuelle „Krise des Lesens“ aus der Perspektive des Wandels von der Schriftkultur zur neuen Oralität im digitalen Zeitalter. DREI FRAGEN I Christoph Engemann (© Pressestelle Otherwise Network)

5 AKTUELLE Tipps „Was hört ihr?“ Podcast-Tipps für Lehrkräfte. Wie gewinnt man mit wenig Aufwand neue Perspektiven auf die eigene Arbeit? Indem man interessanten Menschen zuhört, die mit ähnlichen Themen zu tun haben. Genau dafür gibt es LehrkräftePodcasts. Wir haben unser Netzwerk gefragt: Welche Formate hört ihr gerne und warum? Hier unsere wärmsten Empfehlungen – alle leicht auffindbar in den Podcast-Apps. AKTUELLE TIPPS I Schule macht Medien Wie der Name schon sagt: Rund um Medien und Schule geht es bei diesem Podcast von Hans-Jakob Erchinger und Ben Quinkenstein – beide seit langem in der Medienberatung und Lehrkräftefortbildung in Niedersachsen tätig. Warum gerne gehört? „Gute Moderation, spannende Gäst:innen“ Am Tisch mit … Werbung in eigener Sache: Für mobile.schule spricht Saskia Ebel, selbst Lehrerin, mit Lehrkräften und anderen Expert:innen aus der Bildungswelt. Kompetent, gut gelaunt und unterhaltsam stellt sie pro Folge jeweils ein Thema in den Mittelpunkt, meist aus dem Bereich digitale Medien, manchmal auch darüber hinaus. Warum gerne gehört? „Sympathisch, ruhig, keine Mainstream-Themen“ ONE BEST THING Der Podcast gibt jeden Montag in nur fünf Minuten kurze, inspirierende Impulse aus dem Unterricht. Das Format ist aus Vorträgen auf einer mobile.schule-Tagung entstanden, der Podcast Teil unseres Netzwerks. Warum gerne gehört? „Kurz und knackig, Impulse aus erster Hand“ Psychologie fürs Klassenzimmer Schulpsychologe Benedikt Wisniewski stellt in jeweils rund 20 Minuten eine Studie oder wissenschaftliche Arbeit aus dem Themenfeld Psychologie und Schule vor. Fachlich anspruchsvoll und konzentriert – nichts zum Nebenbei-Hören. Warum gerne gehört? „Fundierte Einordnung von Hype-Themen“ „kein Geschwätz“ Welle lernen:digital Jöran Muuß-Merholz von lernen:digital spricht mit Gäst:innen über die digitale Transformation von Unterricht und Lehrkräftebildung. Die zweite Staffel endete im März 2026 – bei Redaktionsschluss war noch nicht klar, ob es eine Fortsetzung gibt. Doch auch die bisherigen Folgen lohnen sich. Warum gerne gehört? „Sehr abwechslungsreich“, mehrere interessante Gäst:innen pro Folge Weitere Empfehlungen aus unserem Netzwerk: • 45 Minuten: „Neue, inspirierende Menschen“ • Dreisatz: „Ganz praktischer Matheunterricht“ • Bildungstaxi: Podcast für die Berufsschule • Bildungsbaustelle: „Schule neu denken, inspirierend“ • EduVisionaries, Netzwerkpodcast von Teach First: „Inspiriert und gibt Ideen zum Nachmachen” • Kreide.KI.Klartext: Über Schule und KI (fobizz) • Ein Kopf voll Gold: Unterstützung bei der Begleitung neurodivergenter Kinder • Bildung-Zukunft-Technik (BZT): Über die digitale Bildungsszene • Auftrag-Aufbruch: Podcast des Forum Bildung Digitalisierung

6 mobile.schule: In Ihrem Buch „Schule ohne Burnout“ beschreiben Sie eigene Erfahrungen als Lehrerin, Mutter und Coach. Was war der Auslöser für das Buch? Ann-Marie Backmann: Ich habe mich lange gefragt, ob es nur mir so geht. Zu Beginn meiner Arbeit an einer Gesamtschule wurde mir schnell klar: Beziehungsarbeit ist das A und O unseres Berufs, aber wir lernen sie nirgendwo systematisch. Später habe ich eine Coaching-Ausbildung gemacht und dort Werkzeuge kennengelernt, die sich sehr gut auf Schule übertragen lassen. Als ich Mutter wurde, kamen Themen wie Zeitmanagement, Mental Load und Prioritäten hinzu. Dabei wurde mir deutlich, dass Lehrkräfte von diesen Belastungen besonders betroffen sind. Daraus entstand die zentrale Frage des Buches: Wie können Lehrkräfte gesund und gleichzeitig beziehungsstark bleiben? Denn letztlich geht es nicht nur um die Gesundheit von Erwachsenen, sondern auch darum, dass Kinder verlässliche Bezugspersonen haben, die sie gut begleiten können. mobile.schule: Sie sprechen von „beziehungsstarken“ Lehrkräften. Warum hängt das so eng mit Gesundheit zusammen? Ann-Marie Backmann: Weil Schule immer Beziehung ist. Lernen findet nicht losgelöst von Beziehungen statt. Kinder erleben gesellschaftliche Herausforderungen in der Schule wie unter einem Brennglas. Wenn wir dauerhaft gesund bleiben wollen, müssen wir beziehungsstark arbeiten. I LEHRKRÄFTEGESUNDHEIT Wie gelingt es Lehrkräften, bei allen Belastungen und Herausforderungen ihre Begeisterung für den Beruf nicht zu verlieren, gesund und beziehungsstark zu bleiben? In ihrem Buch „Schule ohne Burnout“ vermittelt die Lehrerin Ann-Marie Backmann Strategien und konkrete Tipps, wie jede und jeder Einzelne bei sich selbst beginnen kann – um dann gemeinsam das gesamte System zu verbessern. Wir haben mit der Autorin gesprochen. Interview mit Ann-Marie Backmann „BEZIEHUNGSSTARKE LEHRKRÄFTE BLEIBEN LÄNGER GESUND“ Ann-Marie Backmann (© Gabi Mladenovic) Ann-Marie Backmann arbeitet als Lehrerin und didaktische Leiterin in einer Gesamtschule. Sie hat ihr eigenes Unternehmen „BEZIEHUNGsweise Schule“ gegründet und berät Kolleginnen und Kollegen als Coach. Auf ihrer Website gibt sie viele hilfreiche Anregungen für einen beziehungsstarken Unterricht. Dort findet sich auch ihr gleichnamiger Podcast, in dem sie regelmäßig über ihre Themen spricht: mentale und emotionale Entlastung, Beziehung und Führung, Unterricht und Wirksamkeit, persönliche Haltung und Identität. Auf Instagram teilt Ann-Marie Backmann ihre Erfahrungen aus Praxis und Beratung unter @beziehungsweise_schule www.beziehungsweise-schule.de

7 LEHRKRÄFTEGESUNDHEIT I Das hat nichts mit Kuschelpädagogik zu tun. Es geht um Selbstwirksamkeit. Ich bleibe eher gesund, wenn ich erlebe, dass meine Arbeit bei den Kindern ankommt, dass Resonanz entsteht und nicht nur Konflikte. Gute Beziehungen helfen Kindern, aber sie helfen auch uns Lehrkräften. mobile.schule: Viele Lehrkräfte starten motiviert ins neue Schuljahr und fühlen sich wenige Wochen später schon wieder überlastet. Was empfehlen Sie? Ann-Marie Backmann: Es ist ja so ein Phänomen, dass sich Lehrkräfte zum neuen Schuljahr vornehmen: „Dieses Jahr wird alles anders“. „Ab jetzt achte ich auf meine Grenzen“ oder „Ich mache ganz tollen Unterricht“. Nach ein paar Wochen aber merkt man, dass sich gar nichts geändert hat, weil wir selbst es natürlich sind, die losgehen müssten. Der erste Schritt ist also, zu erkennen, dass man überhaupt Einfluss hat. Viele glauben, sie bräuchten eine andere Klasse, eine andere Schulleitung oder eine andere Schule. Aber zunächst sollte man sich fragen: Wofür mache ich das eigentlich? Nicht nur rational, sondern emotional. Wofür stehe ich morgens auf und fahre in die Schule? Das wird zu einem Anker. Wenn ich das klar habe, kann ich bewusster entscheiden, was ich tue und was nicht. Dann fällt es auch leichter, Grenzen zu setzen und gelegentlich „Nein!“ zu sagen. mobile.schule: In Ihrem Buch spielen die Begriffe „Mental Load“ und „Emotional Load“ eine wichtige Rolle. Wo liegt der Unterschied? Ann-Marie Backmann: „Mental Load“ kennen inzwischen viele. Gemeint ist nicht nur die Menge an Aufgaben, sondern die Verantwortung dafür. Lehrkräfte tragen ständig Verantwortung und können vieles nur schwer delegieren. Weniger beachtet wird die emotionale Arbeit, die wir täglich leisten. Wir denken ständig darüber nach, wie andere reagieren könnten, wer Unterstützung braucht, wer mit wem Schwierigkeiten hat. Gleichzeitig stellen wir unsere eigenen Gefühle oft hinten an. Das rächt sich irgendwann – wir sind eben keine Maschinen. mobile.schule: Woran erkennen Lehrkräfte, dass sie gefährdet sind? Ann-Marie Backmann: Ein Warnsignal ist, wenn die eigene Stressregulation nicht mehr funktioniert. Manche berichten, dass sie in der Schule noch freundlich und zugewandt sind, zu Hause aber wegen Kleinigkeiten die Beherrschung verlieren. Weitere Hinweise sind Entscheidungsmüdigkeit, emotionale Abstumpfung oder Schlafprobleme. Viele liegen nachts wach, denken an die Schule oder schreiben sich ständig neue Aufgaben auf. Solche Signale sollte man ernst nehmen. mobile.schule: Sie beschreiben zehn Strategien gegen Überlastung. Welche drei würden Sie besonders hervorheben? Ann-Marie Backmann: Die erste ist Selbstreflexion. Viele Belastungen entstehen durch eigene Überzeugungen und Erwartungen. Deshalb lohnt es sich, die eigene „Landkarte“ besser kennenzulernen. Die zweite ist Teamarbeit. Das traditionelle Einzelkämpfertum macht viele Lehrkräfte krank. In guter Zusammenarbeit steckt ein enormes Entlastungspotenzial. Man muss nicht alles allein lösen. Die dritte Strategie ist, Verantwortung an die Schülerinnen und Schüler zurückzugeben. Kinder sind keine

8 I LEHRKRÄFTEGESUNDHEIT Gegner, sondern Teil des Teams. Wenn sie Verantwortung übernehmen dürfen, erleben sie Selbstwirk- samkeit. Gleichzeitig entlastet das die Lehrkraft. mobile.schule: Einige Ihrer Aussagen klingen nach einem grundlegenden Kulturwandel in Schule. Ann-Marie Backmann: Ja, denn wenn wir diese Gedanken konsequent weiterdenken, verändert sich Schule. Dann geht es stärker um Lernbegleitung als um reine Wissensvermittlung. Das funktioniert nur gemeinsam und setzt eine andere Form der Zusammenarbeit voraus. mobile.schule: Digitale Werkzeuge und KI ver- heißen Entlastung. Erfüllt sich dieses Versprechen? Ann-Marie Backmann: Das kann sich erfüllen, wenn man zuerst das Problem identifiziert und dann das passende Werkzeug auswählt. Viele machen es umgekehrt und hoffen, dass eine neue App ihre Belastung löst. Entscheidend bleibt die Frage: Wobei genau soll ein bestimmtes Werkzeug helfen? mobile.schule: Wie sollte Schule Ihrer Meinung nach mit KI umgehen? Ann-Marie Backmann: Sie sollte KI zum Gegenstand des Lernens machen, statt sie auszusperren oder zu verbieten. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, wie KI funktioniert, welche Grenzen sie hat und wie man ihre Ergebnisse kritisch bewertet. Wenn wir KI in den Unterricht integrieren, können wir genau darüber ins Gespräch kommen. mobile.schule: Verändert KI auch die Rolle der Lehrkraft? Ann-Marie Backmann: Ja, und das verunsichert manche. Früher hatten Lehrkräfte einen Wissensvorsprung. Heute können Schülerinnen und Schüler Informationen jederzeit abrufen. Dadurch wird die Lehrkraft aber nicht überflüssig. Ihre Rolle verändert sich. Beziehung, Orientierung, Reflexion und Begleitung werden wichtiger. Genau diese Dinge kann KI nicht ersetzen. mobile.schule: Zum Schluss: Was müsste sich im Schulsystem verändern, damit Lehrkräfte dauerhaft entlastet werden? Ann-Marie Backmann: Wir sollten Schule gesellschaftlich höher bewerten. Schule ist nicht nur für Kinder wichtig, sondern für die gesamte Gemeinschaft. Ich wünsche mir Schulen, die stärker als Orte des Zusammenkommens für alle Menschen einer Stadt oder Region verstanden werden. Gleichzeitig sollten Lehrkräfte sich bewusst machen, dass sie Teil des Systems sind und Einfluss haben. Niemand kann allein das Bildungssystem verändern. Aber jede Lehrkraft kann im eigenen Umfeld etwas bewegen. Und oft beginnt Veränderung genau dort. mobile.schule: Vielen Dank für das Gespräch! In ihrem Ratgeber zeigt die Pädagogin verschiedene Wege auf, um auch unter schwierigen Bedingungen eine starke Beziehung zu Schülerinnen und Schülern aufzubauen. Das hilft, die Begeisterung für den Beruf zu erhalten, ohne dabei auszubrennen. Das Buch enthält verschiedene Ansätze, konkrete Tipps und Vorschläge für Übungen, die in jeweils unterschiedlichen Kontexten individuell nutzbar sind. Ann-Marie Backmann: „Schule ohne Burnout“. München, Kösel-Verlag, 2026.

9 Anzeige Gemeinsam mit dem Kösel-Verlag verlosen wir drei Exemplare des Buches „Schule ohne Burnout“ an die Interessierten, die uns bis zum 30. September 2026 mit dem Betreff „Gewinnspiel“ eine E-Mail an magazin@mobileschule.net schreiben. Machen Sie in Ihrer Nachricht Vorschläge, welches Thema oder welche Themen Sie sich für zukünftige Ausgaben des mobile.schule- Magazins wünschen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Schreiben Sie uns – wir drücken die Daumen! Gewinnspiel Tipps von Ann-Marie Backmann Alternativen zur To-do-Liste • To-talk-Liste: Gespräche, die noch anstehen, auf einer Liste aufschreiben und priorisieren – dann belasten sie unseren mentalen Speicherplatz nicht unnötig. • Not-to-do-Liste: Was machst du nur, weil du eine gute Lehrkraft/Mutter/ein guter Vater sein willst, was dir und den Kindern aber eigentlich gar nicht viel bedeutet? Schreib es auf und lass es zukünftig weg. • Ta-da-Liste: Notiere deine Erfolge: Was hast du alles gewuppt in der Schule? Was zu Hause? Was habt ihr als Team geschafft?

10 Digitaler Austausch, ein fließendes Gespräch über Fächer-, Schul- und Ländergrenzen hinweg, Kontakte und eine dauerhafte Fortbildung – all das machten über viele Jahre die beiden Hashtags #twitterlehrerzimmer und #twlz aus. Ab ca. Mitte der 2010er-Jahre bis zum Ende von Twitter 2023 teilten Expert:innen über die Hashtags ihr Wissen und ihre Erfahrungen: von Referendar:innen über Fachlehrkräfte, Schulleitungen bis hin zu Vertreter:innen aus Politik, Medien und Forschung. Der Austausch drehte sich um Tools, freie Lerninhalte und Unterrichtsmethoden, reichte von Datenschutz bis hin zu Forschungsergebnissen. Es hatte viel von einem Lehrerzimmer in der Schule: Aufmunterung, Zuspruch, konstruktive Kritik, aber auch kleine Fehden und offene Auseinandersetzungen über Fachliches und Menschliches. Das Twitterlehrerzimmer hatte sich aus dem stärker strukturierten #edchat entwickelt, der seit 2013 mehrere Jahre lang auf Twitter organisiert worden war. Nach der Übernahme von Twitter durch den Big-TechUnternehmer Elon Musk zogen sich Lehrkräfte von der Plattform zurück. Ein Versuch der Wiederbelebung der Hashtags ist in den Netzwerken zu beobachten, die viele als Alternative wählten: #BlueLZ auf Bluesky oder #FediLZ auf Mastodon. Wir haben drei Aktive des Netzwerks #twitterlehrerzimmer gefragt, wie sie auf die Zeit zurückblicken, die Entwicklungen in der Community bis heute beurteilen und wie sie sich heute informieren, austauschen und vernetzen. I NETZWERK Illustration: © iStockphoto.com/Nuthawut Somsuk #twitterlehrerzimmer oder auch kurz #twlz – unter diesen Hashtags vernetzten sich bis zum Ende der Plattform Twitter Lehrkräfte und weitere Expert:innen für Schulbildung. Was konnte das informelle Netzwerk leisten, wie blicken Aktive darauf zurück und wie organisiert sich die Community heute? WAS WURDE AUS DEM #TWITTERLEHRERZIMMER #TWLZ?

11 Illustration: © iStockphoto_drogatnev Jetzt den Newsletter von mobile.schule abonnieren! KEINE LEHRKRÄFTEFORTBILDUNG MEHR VERPASSEN! Erhalten Sie regelmäßige Informationen zu Fortbildungsangeboten und Events sowie die digitale Ausgabe des mobile. schule MAGAZINs. Jetzt zum Newsletter anmelden und auf dem Laufenden bleiben: https://mobileschule.net/newsletter SCAN ME! Im April 2013 habe ich mir einen Twitter-Account angelegt – damals noch Twitter, heute X. Was dann folgte, war für mich weit mehr als ein soziales Netzwerk. Es war der Einstieg in eine Kultur der Digitalität, die Felix Stalder erst 2016 als solche benennen und definieren sollte. Er schildert, wie durch Algorithmen, durch das Referenzieren auf andere Wissensstände, in einer gemeinschaftlichen Praxis Neues gelernt, Bekanntes weiterentwickelt und neu miteinander kombiniert wird. Und er beschreibt, wie sich eine neue kulturelle Praxis mit und durch digitale Medien zu einer neuen Realität bildet. Das habe ich damals auf Twitter erlebt. Austausch auf Augenhöhe Es herrschte Aufbruchstimmung. Anfangs trafen wir uns lose, irgendwann dann jeden Dienstag um 20 Uhr zum #EdChatDE, danach als Community „Bildungspunks“. Unterschiedliche Menschen kamen zusammen – auf Augenhöhe. Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Learning Community. Der Austausch war bereichernd, horizonterweiternd und geprägt von einer Haltung der Neugier und Offenheit. Rückblickend hat davon das gesamte Bildungssystem profitiert. Ausdehnung in den internationalen Raum Die Phase des #twlz spiegelt genau das wider, was ich mir mit der Kultur der Digitalität als Grundlage unserer kulturellen Handlungspraxis wünsche: gemeinsam lernen, teilen, weiterentwickeln. Ich selbst habe meinen Austausch irgendwann auf das internationale Team des #nt2t (New Teachers to Twitter Chat) ausgedehnt. Austausch, an Entwicklung und Lernen interessiert Es bleibt nicht alles, wie es ist. Aus Twitter wurde X. Nebenher entstanden neue Plattformen und Leute fanden sich dort zusammen: Die Community zerfaserte. Doch was bleibt, ist die Erfahrung, dass offener, vernetzter Austausch Bildung verändern kann. Es ging um persönliches Wachsen durch gegenseitiges Lernen. Diese Haltung hat sowohl die Entwicklung des Einzelnen als auch die der gesamten Bildungscommunity bereichert. Schön war’s! Anzeige Ines Bieler (© privat) Ines Bieler war Gymnasiallehrkraft und ist heute am Landesschulamt Sachsen-Anhalt tätig.

12 Ich war aktiv im Twitterlehrerzimmer, ohne formal im Twitterlehrerzimmer gewesen zu sein. Das ging! Den Hashtag #twlz habe ich nur einmal verwendet, und zwar, als ich von einem Treffen des #twlz berichtete, auf dem ich auch gewesen war. Denn natürlich kannte ich die Leute im Twitterlehrerzimmer trotzdem – ich folgte vielen Lehrkräften auf dem Kanal, aber ich kannte sie erst einmal von ihren Blogs her. Der Wunsch nach Kommunikation Ein Blog, das war die eigene Wohnung im Web. Wer kommentierte, war ein Nachbar oder eine Nachbarin, auch mit einem Blog, und schaute kurz mal auf einen Sprung vorbei. Twitter war wie der Park, in dem man abhängt und sich trifft, Leute mit und ohne anderen Aufenthaltsmöglichkeiten. Richtig eingestiegen bin ich erst in der Zeit der Pandemie. Da wuchs plötzlich der Wunsch nach Kommunikation, ich hatte technische und pädagogische Fragen und Meinungen und keine Scheu, sie mitzuteilen: War Teams wirklich so alternativlos, wie es manche darstellten? Waren Videokonferenzen wichtig? Was war asynchrones Arbeiten? Welche lustigen Sachen konnte man mit BigBlueButton treiben? I SCHULENTWICKLUNG Torsten Rau (© privat) Torsten Rau ist Lehrkraft an einem Gymnasium. Anzeige

13 #twlz: Vom Wandel der Räume In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Taktung unserer Kommunikation radikal beschleunigt. Es sind neue Räume und virtuelle Heimaten entstanden. Manchmal vergessen wir dabei, wie flüchtig und vulnerabel gerade die virtuellen Heimaten sein können. Das Ende des Twitterlehrerzimmers (#twlz) führte uns diese Vergänglichkeit schmerzhaft vor Augen. Der Verlust einer Gemeinschaft Wenn ich heute auf diese Entwicklung blicke, tue ich das mit einer gewissen Wehmut. Das #twlz war mehr als ein Hashtag – es war ein kollektives Gehirn. Hier trafen sich Lehrkräfte mit echtem Growth Mindset zum unkomplizierten Austausch. Dass dieser zentrale Ort weggebrochen ist, schmerzt mich und viele in der Bildungscommunity. Die einstige Leichtigkeit, mit der man „alle“ erreichte, ist einer mühsamen Zersplitterung auf Bluesky, Mastodon oder LinkedIn gewichen. Die Gefahr der Abhängigkeit Gleichzeitig war das Ende von Twitter, wie wir es kannten, eine harte Lektion in digitaler Souveränität. Es ist beängstigend zu sehen, wie schnell ein Raum, den wir als „unseren“ empfunden haben, durch einen einzigen Besitzerwechsel für private oder politische Interessen instrumentalisiert werden kann. Diese Abhängigkeit hat uns verwundbar gemacht; Jahre der Netzwerkpflege wurden schlagartig gefährdet. Die Konsequenz: Unabhängigkeit Aus dieser Erkenntnis ziehe ich Konsequenzen: die Rückbesinnung auf eigene Kanäle. Mein Fokus liegt heute auf meinem Blog und Projekten wie der Edublogparade. Wir müssen Inhalte dort verankern, wo wir selbst die Kontrolle behalten. Die Dezentralisierung ist zwar anstrengender, aber sie ist ein Schutzmechanismus. Echte Vernetzung darf nicht von der Gnade eines Plattformbetreibers abhängen. Das alte #twlz ist Geschichte, aber der Auftrag, unsere digitale Infrastruktur selbst zu schützen, bleibt. Susanne Posselt (© Andreas Stephany) Susanne Posselt ist stellvertretende Schulleiterin einer Gemeinschaftsschule. Gesunde Distanz zu den Big Tech Aber der Park wurde nicht mehr gepflegt, Unkraut und Schädlinge machten sich breit, und ich wurde auch älter. Ein paar sind weitergezogen in einen anderen Park mit höheren Mauern und einem anderen Besitzer. Technisch und pädagogisch kam für mich nur Mastodon in Frage, auch weil ich persönlich insgesamt den Vorsatz der „Demilliardärisierung“ gefasst habe. Eine gesunde Distanz zu Tech-Firmen ist wichtiger als alle kurzfristigen schulischen Gewinne. Es gibt bei Mastodon weniger Leute als damals bei Twitter, aber dafür haben sich alle diese bewusst so entschieden. Illustration: © iStockphoto.com/DrAfter123 NETZWERK I

14 Die eigentliche Frage lautete plötzlich nicht mehr: Was fehlt uns noch? Sondern: Wie soll das alles gleichzeitig gelingen? In dieser Situation fiel mir die zentrale These des Buchs „Weniger macht Schule“ von Benedikt Wisniewski und Barbara Gottschling ein: Schulentwicklung gelingt nicht nur durch das Hinzufügen neuer Maßnahmen, sondern durch das bewusste Weglassen. Dieser Gedanke hat meinen Blick verändert. In meiner Arbeit als Referentin und Moderatorin in der Deutschen Akademie für Pädagogische Führungskräfte (DAPF) der TU Dortmund habe ich diesen Impuls mit Lehrkräften und Schulleitungen aus unterschied- lichen Schulformen weitergedacht. Besonders spannend war dabei: Viele berichteten von sehr ähnlichen Belastungserfahrungen, hatten aber auch überraschend konkrete Ideen, was man weglassen könnte (siehe Info-Box). Den Tag der offenen Tür streichen? Ein Beispiel, das in mehreren Gruppen diskutiert wurde, war der Umgang mit dem Tag der offenen Tür. Die Idee, diesen klassischen ressourcenintensiven Großtermin abzuschaffen und stattdessen individuelle Beratungsmöglichkeiten anzubieten, beschrieben viele als entlastend und qualitativ gewinnbringend. Andere sahen jedoch keine Möglichkeit, darauf zu verzichten, weil sie mit benachbarten Schulen konkurrierten. Das macht deutlich, dass jede Schule ihren eigenen De-Implementierungsprozess anstoßen muss. Dabei geht es nicht darum, noch effizienter zu werden oder sich noch besser zu organisieren, sondern anders zu entscheiden. Den Impuls dafür gibt eine einfache, aber unbequeme Frage: Was könnten wir weglassen, ohne schlechter zu werden? Diese Frage markierte für das Max-Born-Berufskolleg den Einstieg in die De-Implementierung. Nicht als I SCHULENTWICKLUNG WIE DE-IMPLEMENTIERUNG SCHULEN ENTLASTET Es war einer dieser typischen Tage: Mehrere E-Mails im Postfach, eine Lehrkräftekonferenz am Nachmittag, parallel liefen die Vorbereitungen für eine Projektwoche, und irgendwo dazwischen standen noch der nächste Beratungstermin und mein eigener Unterricht an. Nichts davon war überflüssig. Im Gegenteil: Jede einzelne Aufgabe hatte ihre eigene Berechtigung. Und genau das war das Problem. Simone Holl (© Nils Aders/MBBK) Simone Holl ist Schulleiterin des Max-Born-Berufskollegs in Recklinghausen. Sie setzt sich für eine nachhaltige Schulentwicklung ein, die Entlastung und Qualität verbindet. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf De-Implementierung – dem bewussten Weglassen wenig wirksamer Routinen.

15 Sparprogramm, sondern als bewusste Strategie: Weniger tun, um das Richtige besser zu machen. Wir haben das Thema als Schulentwicklungsprozess angelegt. Der erste Schritt war bewusst einfach – wir haben uns diese drei Fragen gestellt: 1. Was machen wir alles? 2. Was davon ist oder war wirklich wirksam? 3. Was bindet besonders viele Ressourcen? Zum Einstieg habe ich als Schulleiterin einen Impulsvortrag gehalten. Damit habe ich zum einen die „offizielle“ Legitimation erteilt, Aufgaben zu reduzieren. Zum anderen war dies der Startschuss für das Kollegium und eine Steuergruppe aus 14 Lehrkräften, zwei Schülervertreter:innen und zwei gewählten Elternvertretungen. Gemeinsam mit der Schulleitung sollten sie im ersten Schritt Aspekte sammeln, diskutieren und anschließend priorisieren. Hilfreich war zu Beginn ein von der Abteilung Gestaltungstechnik entworfenes Plakat, das in den verschiedenen Lehrerzimmern unserer Schule für vier Wochen aushing. Schwierigkeiten und Herausforderungen Benedikt Wisniewski und Barbara Gottschling beschreiben in ihrem Buch sehr treffend die Schwierigkeiten, die der De-Implementierung häufig entgegenstehen. Während die Idee oft auf Zustimmung stößt, zeigt sich im konkreten Handeln, wie tief Routinen und Überzeugungen im schulischen Alltag verankert sind. Typische Aussagen sind: „Das haben wir schon immer so gemacht“, „Die anderen erwarten das von uns“ oder „Das könnte doch wichtig sein.“ De-Implementierung greift in etablierte Abläufe ein, stellt gewachsene Strukturen infrage und kann sogar das berufliche Selbstverständnis von Lehrkräften tangieren. Psychologische Mechanismen begünstigen häufig ein Festhalten am Bestehenden. Hinzu kommen strukturelle und kulturelle Hürden im System Schule. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass De-Implementierung nicht allein durch rationale Analyse gelingt. Sie erfordert einen gestalteten Prozess, der Kommunikation, Transparenz, Bestärkung und Beteiligung in den Mittelpunkt stellt. Entscheidend ist, Ziele klar zu formulieren, mögliche Widerstände frühzeitig zu antizipieren und Räume für Austausch und gemeinsame Entscheidungsfindung zu schaffen. Unser weiterer Prozess Wir stehen noch relativ am Anfang: Die Steuergruppe der Schule hat in der Sammlung auf den Plakaten Elemente identifiziert, die wir genauer anschauen werden. Für eine größere Beteiligung ist im Herbst das Format „Borns Salon“ geplant, in dem zu den interessierten Lehrkräften auch Schülerinnen und Schüler, Eltern und Betriebsvertreter:innen eingeladen sind, die nächsten Schritte zu planen. Quellen: • Benedikt Wisniewski, Barbara Gottschling: Weniger macht Schule. Wie De-Implementierung schulische Freiräume schafft. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer, 2025. • Beitrag über den De-Implementierungsprozess auf der Website des Max-BornBerufskollegs: https://www.max-born-berufskolleg.de/de-implementierungam-max-born-berufskolleg-mut-zum-weglassen-raum-fuer-das-wesentliche/ Info-Box Beispiele aus der Praxis Veranstaltungen neu denken • Projektwoche auf drei Tage reduziert • Europawoche auf einen Kompakttag gebündelt Konferenzen entschlacken • Lehrerkonferenz teilweise online • Notenkonferenzen hybrid • Informationen per Podcast statt langer Sitzungen • Sitzungen der erweiterten Schulleitung nur noch 14-tägig statt wöchentlich Routinen vereinfachen • Schulweite zentrale Nachschreibtermine • Jährliche Sicherheitsbelehrungen digital Digitalisierung bewusst einsetzen • Reduktion an Kommunikations- und Lernmanagementtools (z.B. wurden Moodle, Dropbox, WhatsApp, Outlook, iServ, WebUntis, Teams, Teams-Chat reduziert auf Outlook und Teams). • Prozessbeschreibungen der Schule können über KI-gestützte Systeme (KI-BOT) abgefragt werden. Beratung statt Großevent • Der Tag der offenen Tür wurde ersetzt durch individuelle Beratung durch die Schulleitung. Für Interessierte: Simone Holl bietet beim DAPF am 19. November 2026 erneut ein Seminar zum Thema „De-Implementierung: Mut zum Weglassen“ an. SCHULENTWICKLUNG I

16 I SCHULENTWICKLUNG Was wollt ihr weglassen? Wir haben Lehrkräfte im mobile.schule-Netzwerk gefragt, was sie im neuen Schuljahr „de-implementieren“ möchten. Unbeliebter Zeitfresser Nummer eins sind Korrekturen. freiwillige Zusatzaufgaben Korrekturen Klausuren / Arbeiten Detailkorrekturen schriftliche Prüfungen durch mündliche ersetzen Klausuren in Papierformat (nur noch über LMS) Notenbesprechungen Meldung von Notensprüngen Elternsprechtage Hausaufgaben kontrollieren Springstunden krampfhaft mit Arbeit füllen Dokumentation von Inklusion Schulentwicklungsprozesse 1) Welche Tätigkeiten willst du im nächsten Schuljahr weniger machen oder ganz einstellen? 2) Auf welche Zeitfresser würdest du gerne verzichten, siehst aber keine Chance, das tatsächlich zu tun? 1. Korrekturen von Klassenarbeiten 2. die meisten Konferenzen 3. Elternpasswörter für IServ zurücksetzen 4. Listen führen (Elternbrief-Abschnitte einsammeln, Geld für den nächsten Ausflug etc.) 5. Ablage (Zeugnisse, Klassenarbeiten etc.) 6. Klassenfahrten anfragen/ausschreiben 7. Protokolle von Sitzungen erstellen. 8. Noten 9. Elternsprechtage 10. Klausuren, Arbeiten Illustration: © iStockphoto.com/Naveed Anjum

17 Rahmenvertragspartner von IT.Niedersachsen – Ausstattung von Schulen mit moderner Apple Technologie Die Digitalisierung von Schulen ist weit mehr als die Beschaffung von Endgeräten. Sie erfordert das Zusammenspiel moderner Technologien, sicheren Gerätemanagements, pädagogischer Qualifizierung und verlässlicher IT-Services. Genau hier setzt Converge Germany an. Seit über 20 Jahren unterstützen wir Schulen, Schulträger und Bildungseinrichtungen bei der erfolgreichen Gestaltung ihrer digitalen Zukunft – ganzheitlich, praxisnah und nachhaltig. Unser Ziel ist es, digitale Lernumgebungen zu schaffen, die langfristig funktionieren und Schulen spürbar entlasten. CONVERGE GERMANY – IHR 360°-IT-PARTNER FÜR DIE DIGITALE SCHULE VON MORGEN Anzeige Warum Schulen auf Converge Germany setzen • 360°-Ansatz: Beratung, Beschaffung, Implementierung, Support und Betrieb aus einer Hand • Zuverlässige IT-Services für einen reibungslosen Schulbetrieb • Über 20 Jahre Erfahrung im Bildungsbereich • Mehr als 350 IT-Expert*innen deutschlandweit • Praxisbewährte Schul-Referenzen • Nachhaltige IT-Lösungen, die Technologie, Pädagogik und Betrieb verbinden • Persönlicher Service und technischer Support • Umfangreiche Fortbildungsangebote der Digitalakademie • Bereits über 100.000 qualifizierte Lehrkräfte • Effiziente Implementierung digitaler Technologien dank praxisnaher Schulungen Starke Partner für ganzheitliche Bildungslösungen Erfolgreiche Schul-IT entsteht durch starke Partnerschaften. Das iPad ist ein digitales Endgerät, das perfekt zum Schulalltag passt, robust und sicher ist und sich intuitiv für kreatives und individuelles Lernen eignet. DEQSTER macht das Education Ökosystem fürs iPad und den Mac komplett und bietet besseres Equipment für eine bessere Bildung. So bleibt mehr Zeit fürs Unterrichten. Die Zubehörlösungen von DEQSTER sind sicher, langlebig und überstehen mühelos den anspruchsvollen Schulalltag. Jamf ermöglicht die sichere Verwaltung von Apple Geräten und schützt Schulen mit leistungsfähigen Sicherheits- und Filterlösungen. Goodnotes Education unterstützt mit digitaler Heftführung, strukturierter Organisation von Unterrichtsinhalten und KI-gestützten Funktionen den modernen Schulalltag. Gemeinsam schaffen diese IT-Lösungen eine digitale Lernumgebung, die Lehrkräfte entlastet, IT-Verantwortliche unterstützt und Schüler*innen optimal fördert. Converge Germany verbindet Technik, Qualifizierung und IT-Betrieb zu einer nachhaltigen Gesamtlösung – damit Schulen heute die Bildungswelt von morgen gestalten können. Weitere Informationen: www.convergetp.de

18 Veranstaltungen für die l Grundschule l Sekundarstufe I l Sekundarstufe II l Berufliche Bildung FORT- UND WEITERBILDUNGEN TERMINE I FORTBILDUNGSKALENDER Mehr Informationen zu den Fortbildungen von mobile.schule auf www.mobileschule.net SO WÄHLT DIE MOBILE.SCHULE REDAKTION DIE VERANSTALTUNGEN AUS: u Für verschiedene Schularten, Jahrgangsstufen, Fächer und Bereiche u Mix aus verschiedenen Fort- bildungsanbietern u Veranstaltung ist in der Regel für Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare aller Bundes- länder offen u Digitale und Präsenz- veranstaltungen Sie kennen weitere gute Fortbildungsangebote? Schreiben Sie der Redaktion: magazin@mobileschule.net SEPTEMBER ALLGEMEINER TIPP mobile.schule Mit unseren professionellen und praxisnahen Fortbildungen, Tagungen und vielen weiteren Formaten begleiten wir seit Jahren zahlreiche Lehrkräfte. Gleichzeitig bieten wir eine Community aus Expert:innen und Gleichgesinnten, die sich mit Leidenschaft für die Bildung von morgen engagieren. 2. September 2026, 16.00 - 17.00 Uhr ll Digitalität, Medienbildung, Künstliche Intelligenz mobile.schule KI & WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN: CHANCEN NUTZEN, GRENZEN KENNEN Diese digitale Fortbildung zeigt, wie KI den Schreib- und Forschungsprozess bereichern kann, ohne den kritischen Denkweg zu ersetzen. Wie können digitale Tools sinnvoll, transparent und verantwortungsvoll in Schule und Hochschule eingesetzt werden? 9. September 2026, 17.00 - 18.00 Uhr ll Unterrichtsmethoden, Digitalität coding for tomorrow DIGI:SNACK – CANVA – KANN WAS! KREATIV LERNMATERIALIEN GESTALTEN In dieser kompakten Online-Fortbildung werden die grundlegenden Funktionen von Canva vorgestellt sowie ein Überblick über Designvorlagen und praktische Tipps für den schulischen Einsatz gegeben. Die Teilnehmenden lernen, wie ansprechende Arbeitsblätter, Präsentationen und Lernmaterialien ganz ohne Designvorkenntnisse im Handumdrehen erstellt werden können. Ziel ist es, einen unkomplizierten Einstieg in die Arbeit mit Canva zu ermöglichen, sodass die Teilnehmenden erste eigene Materialien gestalten und bestehende Vorlagen effektiv anpassen können. Änderungen vorbehalten. HIER DAS GESAMTE FORTBILDUNGS- ANGEBOT VON MOBILE.SCHULE

19 FORTBILDUNGSKALENDER I ALLGEMEINER TIPP Deutsches Schulportal Das Deutsche Schulportal bietet Online-Workshops, Vorträge und Gespräche zum Thema Schul- und Unterrichtsentwicklung an. 15. September 2026, 15.30 - 18.00 Uhr llll Pädagogik, Schulentwicklung Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern QUEERNESS IM SCHULALLTAG – ORIENTIERUNG UND HANDLUNGSSICHERHEIT FÜR DIE PRAXIS Die Online-Fortbildung bietet einen praxisnahen Einstieg in das Thema Queerness und queere Lebensrealitäten im schulischen Kontext. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schulen einen wertschätzenden und sicheren Lernort für alle Schüler:innen gestalten können. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über verschiedene Formen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt und reflektieren, welche Bedeutung Anerkennung, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit im Schulalltag haben. 16. September 2026, 17.00 - 18.30 Uhr llll Unterrichtsmethoden, Gesunderhaltung, Resilienz mobile.schule AD(H)S VERSTEHEN: KRAFTVOLLE TIPPS UND TRICKS FÜR DEN SCHULUNTERRICHT In diesem Online-Workshop wird neben der Theorie vor allem auf das Verständnis und den Umgang mit AD(H)S geschaut. Ein expliziter Fokus liegt auf dem pädagogischen Umgang mit Schüler:innen mit AD(H)S. Referentin Mareike Fell gibt im Alltag gut umsetzbare Tools, Tipps und Tricks an die Hand. 26. September 2026, 9.30 - 13.15 Uhr llll Digitalität, Medienbildung, Künstliche Intelligenz Westermann WESTERMANN IMPULSE 2026: DIGITALISIERUNG VERSTEHEN, DIDAKTIK GESTALTEN Was ist nötig, damit Digitalisierung nicht nur möglich, sondern auch didaktisch wirksam wird? An diesem virtuellen Fachtag werden in Online-Fortbildungen verschiedene Möglichkeiten für und Herangehensweisen an digitale Bildung vorgestellt. DAS LEHRGANGS- ANGEBOT DES DEUTSCHEN SCHULPORTALS 30. September 2026, 17.00 - 18.30 Uhr l Unterrichtsmethoden Cornelsen Akademie KOGNITIVE AKTIVIERUNG – GRUNDSCHÜLER:INNEN ZUM VERTIEFTEN DENKEN ANREGEN Wie gelingt Unterricht, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern Denken auslöst? Dieses Online-Seminar unterstützt die Teilnehmenden dabei, Lernende zu einem vertieften Nachdenken und zu einer elaborierten Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsgegenstand anzuregen. ALLGEMEINER TIPP FLUX Werkstatt Future Learning Konzepte: Im Rahmen von Seminaren, Workshopangeboten und digitalen Selbstlernkursen werden zukunftsorientierte Lehr- und Lernangebote für Schule und Hochschule hierarchiearm entwickelt. ZUM ANGEBOT VON FLUX.WERKSTATT WEITERE INFORMATIONEN ZUR VERANSTALTUNG WESTERMANN IMPULSE

20 I FORTBILDUNGSKALENDER Allgemeiner Tipp aim Akademie Die aim (Akademie für Innovative Bildung und Management) mit Sitz in Heilbronn ist eine gemeinnützige Weiterbildungseinrichtung mit dem Hauptziel, Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte zu stärken und Chancengleichheit zu fördern. 5. Oktober 2026, 19.00 - 20.00 Uhr lll Künstliche Intelligenz, Medienkompetenz, Demokratiebildung coding for tomorrow DIGI:SNACK – WIE KI DIE WAHRNEHMUNG BEEINFLUSST – DEEPFAKES IM UNTERRICHT ERKLÄREN In dieser Online-Fortbildung tauchen die Teilnehmenden in das Thema Deepfakes ein und erfahren, welche Strategien und Mechanismen hinter solchen KI-basierten Täuschungen stehen. Es wird gemeinsam beleuchtet, welche Auswirkungen Deepfakes auf unsere Demokratie haben können und wie wichtig eine kritische Medienkompetenz ist. 8. Oktober 2026, 14.00 - 17.00 Uhr l Demokratiebildung Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg (ZSL) DEMOKRATIE LEBEN UND LERNEN IN DER GRUNDSCHULE: KLASSENSPRECHERWAHLEN, SCHÜLERPARLAMENT, SMV In dieser Online-Veranstaltung wird gezeigt, wie ein Schülerparlament organisiert wird und wie die Wahl der Klassensprecher:innen abläuft – als Beispiel dafür, wie demokratisches Miteinander aktiv gestaltet werden kann. Es werden Ideen zur konkreten Umsetzung anhand von Erfahrungen, Video-Beispielen und praktischen Tipps aufgezeigt. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden eine Übersicht über anschauliche und ansprechende Materialien, die sich für den Einsatz im Unterricht eignen. Allgemeiner Tipp NELE Campus Neue Lernkultur NELE Campus bietet praxisnahe Online-Kurse und Programme zu Themen wie KI im Unterricht, Schulentwicklung und Wellbeing im Schulalltag. Ob Selbstlernkurs oder Webinar: Ziel ist eine neue Lernkultur, die sich der Welt öffnet, das Lernen über das Prüfen stellt, fächerverbindend angelegt ist und Kooperation stärkt. ZUM ANGEBOT DER AIM AKADEMIE 13. Oktober 2026, 10.00 - 17.00 Uhr llll Achtsamkeit, Resilienz Hopp Foundation EMOTIONALE SICHERHEIT IM KLASSENZIMMER Dieser Präsenz-Workshop gibt Lehrkräften Einblicke in die neurobiologischen Grundlagen der Emotionsregu- lation und zeigt, wie emotionale Zustände das Lern- verhalten beeinflussen. Es wird vermittelt, wie Lehrkräfte selbst regulierend wirken und Schüler:innen in ihrer emotionalen Entwicklung unterstützen können. 13. Oktober 2026, 15.30 - 16.30 Uhr ll Kreativität, Künstliche Intelligenz, Coding mobile.schule ZUKUNFT GESTALTEN IM KLASSENZIMMER: INFORMATIK UND KI HANDLUNGSORIENTIERT UNTERRICHTEN Diese Online-Veranstaltung legt den Fokus auf das Lernkonzept LEGO® Education Informatik & KI. Das Lernkonzept bietet einen praxisnahen und strukturierten Zugang zur Vermittlung informatischer und KI-bezogener Kompetenzen. Es unterstützt mit ausgearbeiteten Lerneinheiten und Anleitungen sowohl fachfremd Unterrichtende als auch Fachlehrkräfte dabei, Inhalte kooperativ, handlungsorientiert und sicher in den Unterricht zu integrieren. HIER GEHT ES ZUM FORTBILDUNGSPROGRAMM DER HOPP FOUNDATION OKTOBER ALLE ANGEBOTE VON NELE CAMPUS NEUE LERNKULTUR

21 20. Oktober 2026, 16.00 - 19.15 Uhr lll Künstliche Intelligenz aim Akademie KI UND PSYCHE – BILDUNG ZWISCHEN INNO- VATION UND KOGNITIVEM LEISTUNGSVERLUST Mit kritischem Blick auf KI im Schulkontext und ihre Auswirkungen auf das jugendliche Gehirn: Wie verändern soziale Medien, digitale Dauerreize und künstliche Intelligenz das Lernen, Denken und Aufwachsen junger Menschen? Dieser Online-Workshop nimmt die digitale Transformation im Bildungsbereich kritisch und zugleich praxisorientiert in den Blick. Im Zentrum stehen die Auswirkungen digitaler Technologien auf Schule, Unterricht und die Entwicklung des jugendlichen Gehirns. Allgemeiner Tipp Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern In der Rubrik Video-Fortbildungsangebote stellt der Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern neue Fortbildungsformate des Instituts für Qualitätsentwicklung M-V vor. HIER GEHT ES ZU DEN VIDEO- FORTBILDUNGS- ANGEBOTEN: Bock٪auf٪Apps٪für٪Deinen٪Unterricht,٪aber٪ nicht٪auf٪die٪Verwaltungsaufgaben? Über٪70٪Schul-Apps٪mit٪nur٪einem٪Login.٪ Jetzt٪mehr٪erfahren:٪eduplaces.de Mit٪Eduplaces٪sparst٪Du٪Dir٪ den٪Orga-Wahnsinn! Veranstaltungen für die l Grundschule l Sekundarstufe I l Sekundarstufe II l Berufliche Bildung Anzeige

22 I FORTBILDUNGSKALENDER 12. November 2026, 16.30 - 18.30 Uhr llll Achtsamkeit, Resilienz, Gesunderhaltung ilf STRESSBEWÄLTIGUNG DURCH ACHTSAMKEIT: SELBSTREGULATIVE METHODEN FÜR DEN SCHULALLTAG Der Schulalltag ist geprägt von hoher Verantwortung, Zeitdruck und ständigem Multitasking. Viele Lehrkräfte erleben zunehmende Belastung, wenig Pausen und das Gefühl, dauerhaft „auf Empfang“ zu sein. Genau hier setzt diese Online-Fortbildung an: Sie bietet einen geschützten Rahmen, um innezuhalten, neue Kraftquellen kennenzulernen und konkrete Methoden zur Selbst- regulation zu erproben. Allgemeiner Tipp vfkv Die vfkv – Ausbildungsinstitut München gGmbH zählt zu den führenden Instituten in München für Ausbildungen zum/zur Psychologischen Psychotherapeut:in sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:in. HIER GEHT ES ZUM KURSANGEBOT DES ILF INSTITUTS FÜR LEHRKRÄFTEFORTBILDUNGEN DAS GESAMTE FORTBILDUNGSANGEBOT VON WESTERMANN DAS ANGEBOT DES VFKV AUSBILDUNGSINSTITUT MÜNCHEN 2. November 2026, 14.00 - 17.30 Uhr ll Resilienz Hopp Foundation KINDER STARK MACHEN: RESILIENZ UND PSYCHISCHE GESUNDHEIT IN DER SCHULE Der Präsenz-Workshop im Alten Notariat in Weinheim vermittelt grundlegendes Wissen zu Resilienz und mentaler Gesundheit im Kindesalter und gibt einen Überblick über die aktuelle psychische Belastungs- situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Zentrale Begriffe sowie Schutz- und Risikofaktoren werden verständlich eingeordnet und mit dem schulischen Alltag verknüpft. Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden, welche Rolle Lehrkräfte bei der Förderung von emotionaler Stärke, Selbstwirksamkeit und sozialer Kompetenz spielen können. 5. November 2026, 16.00 - 17.00 Uhr l Unterrichtsmethoden, Achtsamkeit Westermann MEINE ERSTE 1. KLASSE – ORGANISATION DER EIGENEN LEHRMITTEL, ELTERNSPRECHTAG, WEIHNACHTEN Wie kann es gelingen, im Durcheinander der Materialien den Überblick zu behalten, jedes Kind im Blick zu haben und gleichzeitig Notizen für den Elternsprechtag anzufertigen? Immerhin ist der erste Elternsprechtag mit der eigenen Klasse etwas Besonderes. Diana Satow spricht online über kleine und große Hilfsmittel, die dazu beitragen, diesem Termin dennoch gelassen entgegenzusehen. 10. November 2026, 14.15 - 17.00 Uhr ll Künstliche Intelligenz, Digitale Bildung, Methodik Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg (ZSL) KI-ASSISTENTEN ZUR FÖRDERUNG DES KOMMUNIKATIVEN UNTERRICHTS Die Teilnehmenden dieser Online-Fortbildung lernen verschiedene kompetenzorientierte KI-Assistenten in ausgewählten Lehr- und Lernszenarien kennen und evaluieren diese. Zudem erstellen sie angeleitet einfache KI-Assistenten für den eigenen Unterricht. NOVEMBER Veranstaltungen für die l Grundschule l Sekundarstufe I l Sekundarstufe II l Berufliche Bildung l Schulleitung

23 Anzeige Allgemeiner Tipp KI-Campus Die kostenlose Lernplattform für Künstliche Intelligenz: Mit Online-Kursen, Videos und Podcasts KI kennenlernen, aktuelle KI-Tools richtig einsetzen lernen und kostenlose Zertifikate erhalten. HIER GEHT‘S ZU DEN FORTBILDUNGEN FÜR SCHULLEITUNGEN VON MOBILE.SCHULE 13. November 2026, 13.00 - 20.00 Uhr ll Künstliche Intelligenz, Methodik aim Akademie ETHISCHE KI-KOMPETENZ – KI VERANTWORTUNGSVOLL IN SCHULE UND UNTERRICHT NUTZEN Der Präsenz-Workshop auf dem Bildungscampus Heilbronn führt in zentrale Fragen der ethischen KI-Kompetenz ein und unterstützt die Teilnehmenden dabei, eine fundierte Orientierung im Umgang mit KI zu entwickeln. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven auf KI beleuchtet, etwa Fragen zum Menschenbild und zur Mensch-KI-Beziehung, zur Verlässlichkeit von KI-generiertem Wissen, zu möglichen Verzerrungen (Bias) sowie zu den gesellschaftlichen Auswirkungen von KI-Technologien. 16. November 2026, 15.00 - 18.00 Uhr llll Digitalität, Unterrichtsmethoden coding for tomorrow INTERAKTIVE UNTERRICHTSGESTALTUNG MIT APPS In dieser Online-Fortbildung stehen drei kostenfreie Anwendungen im Mittelpunkt, die den Unterricht interaktiver, abwechslungsreicher und digitaler gestalten: LearningApps, Canva und Classroomscreen. Die Teil- nehmenden erstellen eigene digitale Übungen und Materialien, die sich unmittelbar im Unterricht einsetzen lassen. 18. + 25. Nov. 2026, 16.00 - 17.30 Uhr llll Schulentwicklung, Künstliche Intelligenz mobile.schule Schulleitung im Fokus FÜHREN IM ZEITALTER VON KI (TEIL 1 UND 2) Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Arbeitsprozesse – sondern auch die Rolle von Führung. In diesem zweiteiligen Webinar setzen sich die Teilnehmenden zunächst mit der Frage auseinander, wie Führung im Zeitalter von KI neu gedacht werden kann und welche Aufgaben künftig anders verteilt werden. Darauf aufbauend entwickeln sie mit den fünf Disziplinen der Methode von Leader Factor einen KI-Pilotplan, mit dem sich KI praxisnah und schrittweise in den eigenen Arbeitsalltag integrieren lässt. Der Fokus liegt nicht auf technischen Anwendungen, sondern auf einer neuen Perspektive auf Führung, Zusammenarbeit und wirksame Aufgabengestaltung im Team. l HIER GEHT ES ZUR LERNPLATTFORM KI-CAMPUS KI trifft Didaktik Unterrichtsgestaltung mit Didaktischer Intelligenz Lehrplankonform. Didaktisch fundiert. Sofort einsetzbar. Jetztхkostenlosхausprobieren!

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