Personalmanagement kompakt 2026

54 | 7 Personalplanung 7 Personalplanung Lernziele – Sie können erklären, was eine Personalbedarfsplanung beinhaltet. – Sie können die qualitative und quantitative Personalbedarfsplanung beschreiben. – Sie sind in der Lage, den Personalbedarf so zusammenzufassen, dass daraus die entsprechenden Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile abgeleitet werden können. – Sie können die Grundlagen der Personalplanung auf eine Situation umsetzen und anhand von eigenen Beispielen konkretisieren. – Sie erkennen, dass die Personalkostenplanung in den Gesamtbudgetierungsprozess zu integrieren ist. – Sie können die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Schweizer Arbeitsmarkt (quantitativ wie auch qualitativ) beurteilen. – Sie können den Begriff Nachfolge- und Nachwuchsplanung (Talentmanagement) erläutern und dessen Bedeutung im Kontext des Fachkräftemangels beschreiben. – Sie kennen die wichtigsten Elemente eines Nachfolgeplanungs-Prozesses. – Sie verstehen die Ziele der Nachfolgeplanung und können deren Nutzen für KMU und grössere Unternehmen beurteilen. – Sie können konkrete Massnahmen zur Identifikation und Entwicklung von Talenten ableiten. 7.1 Ermittlung des Personalbedarfs Die Bestimmung des zukünftigen Personalbestandes Um den zukünftigen Personalbestand zu bestimmen, wird der aktuelle Personalbestand hinsichtlich Quantität (Anzahl Beschäftige) und Qualität (Was sind sie in der Lage zu leisten?) erfasst. Dann addiert bzw. subtrahiert man die erwarteten Zu- und Abgänge. Hilfsmittel zur Analyse sind hier Stellenbesetzungspläne (→ quantitativ) und Daten aus der Personalbeurteilung, z. B. Qualifikationsprofile von Mitarbeitenden sowie Informationen über deren Berufsziele bzw. Interessen (→ qualitativ). Beispiele – mögliche Personalzugänge: Neueintritte, Übernahme und Weiterbeschäftigung von Lehrlingen, Wiedereintritte von Militärdienstleistenden nach der Rekrutenschule, Einstellung von Praktikanten und temporären Teilzeitmitarbeitenden – mögliche Abgänge an Personal: Entlassungen aus notgedrungenen Ursachen, ordentliche Kündigung, Einberufung in den Militärdienst, Pensionierung, Beförderung, Versetzung in eine andere Abteilung oder Filiale Der Bruttopersonalbedarf ist hier die Menge an Personen, die zur Leistungserstellung benötigt wird. Es ist zu empfehlen, auch eine Reserve einzuplanen, um Krankheitszeiten, unerwartete Fluktuation und Ausfälle ausgleichen zu können. Personalbestand Stellenbesetzungspläne Bruttopersonalbedarf

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