978-3-85612-862-3

21 Lernfeld 1: Portfolioarbeit – Ich als Privat- & Berufsperson –– Marketing: Marketingfachmann/-frau –– Human Resources/Personal: HR-Fachmann/-frau –– Finanzen/Treuhand: Fachmann/-frau Finanz- und Rechnungswesen, Treuhänder/-in, Finanzplaner/-in –– Administration: Direktionsassistent/-in, Spezialist/-in Unternehmensorganisation Detaillierte Informationen bietet der Berufsverband Kaufmännischer Verband Schweiz: kfmv.ch/wissen/berufsalltag/weiterbildung/weiterbildungswege 1.1.1 Höhere Berufsbildung Mit dem Abschluss eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) stehen grundsätzlich zwei Weiterbildungswege offen: das eidgenössische Diplom oder der eidgenössische Fachausweis und das Diplom HF. Eidgenössisches Diplom Ein eidgenössisches Diplom ist ein Nachweis für vertiefte, umfassende Fach- oder Führungskompetenz. Es handelt sich dabei um die höchste Stufe der beruflichen Weiterbildung in der Schweiz und richtet sich an Berufspersonen, die Management-, Führungs- oder Spezialistenfunktionen übernehmen möchten. Grundsätzlich werden ein eidgenössischer Fachausweis oder eine vergleichbare Weiterbildung sowie mehrjährige Berufserfahrung vorausgesetzt. Eidgenössischer Fachausweis Ein eidgenössischer Fachausweis erweitert die spezifische berufliche Fachkompetenz. Es handelt sich um eine berufsbezogene höhere Berufsbildung und richtet sich an Personen, die sich in ihrem Fachgebiet weiterqualifizieren möchten. Ein eidgenössischer Fachausweis setzt grundsätzlich ein EFZ sowie mehrjährige Berufserfahrung voraus und bereitet auf selbstständige Tätigkeiten oder Führungsaufgaben vor. Diplom HF Ein Diplom HF (höhere Fachschule) entspricht einer vertieften, praxisnahen beruflichen Weiterbildung, die auf Führungs-, Management- und Spezialistenfunktionen vorbereitet. Neben einem Berufsabschluss (normalerweise EFZ) und mehrjähriger Berufserfahrung wird teilweise auch ein eidgenössischer Fachausweis vorausgesetzt. 1.1.2 Weitere Weiterbildungsmöglichkeiten Die Durchlässigkeit des schweizerischen Bildungssystems eröffnet nach dem Abschluss der beruflichen Grundbildung neben der höheren Berufsbildung noch weitere Weiterbildungsmöglichkeiten. Erwachsenenschulen, Brückenangebote und Passerellen ermöglichen sogar den Wechsel auf den akademischen Bildungsweg. Berufsmatura Die Berufsmaturität kann nicht nur begleitend zur beruflichen Grundbildung erlangt werden, sondern auch nach Lehrabschluss, entweder in Vollzeit (1–1.5 Jahre) oder parallel zur Arbeitstätigkeit (2 Jahre). Die Berufsmatura ergänzt die berufliche Grundbildung vor allem um allgemeinbildenden Unterricht in Deutsch und Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften, Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch um fachspezifische Inhalte je nach gewähltem Profil (Technik, Wirtschaft, Gestaltung, Gesundheit). Die Berufsmatura öffnet den Weg zu Fachhochschulen und teilweise auch zu Universitäten. Fachhochschule Mit einem Berufsabschluss EFZ und der Berufsmatura erhält man Zugang zum Bachelor-Studium an einer Fachhochschule. Auch ohne Berufsmatura kann man mit genügend Berufserfahrung über Passerellen-Programme und Zusatzkurse an einzelnen Fachhochschulen zum Studium zugelassen werden. Nach dem Bachelor-Abschluss kann mit zusätzlichen Jahren an Berufserfahrung ein Master-Studium begonnen werden. Im Vergleich zu Universitäten ist ein Studium an einer Fachhochschule praxis- und berufsorientierter. Häufig arbeiten Fachhochschulen mit Unternehmen und Branchenverbänden zusammen.

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