Nur zu Prüfzwecken – Eigentum der Westermann Gruppe 242 Erziehung Kinder sind zu Hause, bei Freizeitaktivitäten und in der Schule von erwachsenen Bezugspersonen umgeben. Diese können ein Kind in seiner Entwicklung, seinem Verhalten und seinem Lernen beeinflussen. So können Eigenschaften und Fähigkeiten gefördert werden. Dies nennt man Erziehung. Die Erziehung ist dabei geprägt von den Vorstellungen der Bezugspersonen. Daher gibt es verschiedene Erziehungsstile. Autoritäre Erziehung Noch bis in das letzte Jahrhundert war eine strenge Erziehung weit verbreitet. Kinder mussten gehorsam sein und wurden durch die Eltern stark kontrolliert. Sichtweisen des Kindes wurden nicht beachtet. Für alles, was sie in den Augen der Bezugspersonen falsch gemacht hatten, wurden Kinder bestraft. Auch in der Schule gehörten Schläge und Bloßstellung durch die Lehrkraft zur Erziehung. Gewalt und wenig liebevolle Zuwendung prägten sehr häufig diese autoritäre Erziehung. Antiautoritäre Erziehung Vor etwa 50 Jahren wollten Eltern ihre Kinder meist anders erziehen, als sie selbst erzogen wurden. Ihre Kinder sollten frei von Einschränkungen durch die Eltern ihre eigenen Erfahrungen machen. Bei dieser Form der Erziehung geht man davon aus, dass Kinder aus ihren Fehlern lernen und bestraft sie daher nicht. Die Eltern greifen kaum ein. Kinder erfahren viel Liebe und Zuneigung. Man spricht von antiautoritärer Erziehung. Vernachlässigende Erziehung Manchmal kann es sein, dass Bezugspersonen der Entwicklung ihres Kindes nur wenig Aufmerksamkeit schenken. Sie kontrollieren das Verhalten des Kindes wenig und zeigen kaum liebevolle Zuneigung. Das wiederum führt bei den Kindern oft zu einem Gefühl der Verlassenheit und Instabilität, weil sie keinerlei Hilfe bei ihrer Entwicklung erfahren. Bei einigen Kindern kann sich eine solche vernachlässigende Erziehung in Frust und sogar Aggressionen ausdrücken. Autoritative Erziehung Heute werden den meisten Kindern von ihren Eltern grobe Grenzen gesetzt. Die Kinder haben viele Freiheiten und erfahren viel liebevolle Zuneigung. Respekt, Kommunikation und Verständnis spielen eine große Rolle. Man bezeichnet diesen Stil als autoritative Erziehung. Aktuell achten viele Eltern auf die Bedürfnisse und Signale des Kindes. Regeln werden auf die Bedürfnisse der Kinder, aber auch der Eltern abgestimmt. Man spricht von bedürfnisorientierter Erziehung. viel Zuneigung wenig Zuneigung wenig Kontrolle viel Kontrolle 1 Ordne A–D im Schema die Erziehungsstile autoritär, autoritativ, verwöhnend und vernachlässigend zu. 2 Beschreibe, für jeden der vier Erziehungsstile, wie Eltern damit umgehen könnten, ... a ... wenn ihr Kind ein Eis essen will. | HILFE b ... wenn ihr Kind etwas falsch gemacht hat. | HILFE M2 Erziehungsstile Autoritäre Erziehung in der Schule 4 Antiautoritäre Erziehung 5 A B C D
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