260 Schutz der Ohren Wirkung von Lärm Bei einem Konzertbesuch wird die Musik meist nicht als unangenehm empfunden, obwohl sie sehr laut sein kann. Wird Schall jedoch als störend oder unangenehm wahrgenommen, spricht man von Lärm. Jeder Mensch empfindet Lärm unterschiedlich. Die Lautstärke, die Tonhöhe und die Dauer beeinflussen, wie stark man Lärm empfindet. Selbst bei geringer Lautstärke kann dauerhafter Lärm zu Konzentrationsschwäche oder Schlafstörungen führen. Auch beim Musikhören über Kopfhörer kann die Lautstärke so hoch sein, dass sie das Gehör schädigt. Die Hörsinneszellen knicken dann ab, richten sich nicht mehr auf und sind so dauerhaft geschädigt. Um Lautstärken besser vergleichen zu können, wurde die Dezibelskala eingeführt. Sie zeigt typische Werte für verschiedene Schallquellen aus dem Alltag. Weitere Erkrankungen Im Gehörgang wird eine klebrige Masse gebildet. Dieser Ohrenschmalz sorgt dafür, dass Schmutz und Krankheitserreger wie Bakterien nicht so leicht ins Mittelohr gelangen. Dort können sie schmerzhafte Mittelohrentzündungen verursachen. Deswegen sollte der Ohrenschmalz nicht mit Wattestäbchen entfernt werden. Die Musik auf einem Konzert kann sehr laut sein. Wie können wir uns schützen? Dezibelskala 1 140 130 120 110 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 Düsentriebwerk (25 m Entfernung) Konzert Schmerzgrenze Start von Düsenmaschinen (100 m Entfernung) Presslufthammer Straßenverkehr Wald Hörschwelle Gehörschädigung auch bei kurzfristiger Lärmeinwirkung Gelegentliche Störungen keine oder seltene Störungen Gehörschädigung bei länger andauernder Lärmeinwirkung Starke Belästigung und teilweise erhebliche Einschränkung der psychischen Leistungsfähigkeit Unterhaltung dB
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