3 Lernfeld 2a: Soziale Beziehungen & Wohnen 2.1 Heimat Dass wir emotionale Bindungen zu anderen Menschen aufbauen, ist verständlich. Dies ist jedoch auch möglich zu der eigenen Wohnung oder zu einer Stadt, einer Gemeinde, einer Region. Wenn Menschen ihr Leben lang an ein und demselben Ort leben, sind sie dort beheimatet und fühlen sich dort zuhause. In der heutigen Zeit in der globalisierten Welt sind die Menschen mobiler und wechseln oft ihren Wohnort. Hierbei stellen sich folgende Fragen: –– Zieht dann der Heimatbegriff mit um? –– Ist Heimat dort, wo man aktuell wohnt … –– … oder eher doch dort, wo man geboren ist? –– … vielleicht dort, wo man aufgewachsen ist und seine Kindheit verbracht hat? –– Was macht diese Orte zu einem Zuhause? –– Wofür und wie entwickeln wir Heimatgefühle? Das Gefühl der Ortsverbundenheit entsteht durch einen besonderen Mix: aus der Kombination eines längeren Aufenthalts, eines sozialen Netzes an Beziehungen und der Beschaffenheit eines Ortes, wie z. B. die Naturumgebung, die Erreichbarkeit von Erholungsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten sowie die kulturellen Aspekte. Heimatliche Gefühle sind vielen Menschen wichtig, denn sie vermitteln ein Gefühl der Zugehörigkeit und Sicherheit. Manche kehren zur Familiengründung oder im Pensionsalter wieder zu ihren Wurzeln an ihren Ursprungsheimatort zurück. Ist die Schweiz unsere Heimat, weil wir hier leben und wohnen? Aufgabe 1. Machen Sie sich Gedanken zum Begriff «Heimat». Vervollständigen Sie das nachfolgende Mindmap mit eigenen Gedanken und Vorstellungen zu den verschiedenen Faktoren, die Ihrer Meinung nach Heimat ausmachen. Im Haus ohne Begriff können Sie einen eigenen Faktor für sich eintragen, der Ihnen ausserdem noch wichtig erscheint. Gewichten Sie diese Faktoren von 1 (= unwichtig) bis zu 5 (= sehr wichtig). Tauschen Sie sich anschliessend mit Ihrer Banknachbarin bzw. mit Ihrem Banknachbarn aus und notieren sich stichwortartig Auffälligkeiten von diesem Vergleich. Heimat
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