Künstliche Intelligenz in der Schule LB 2025

6 Ethik & Recht | 79 gegen als Teil einer neuen Lernkultur begreift (d. h. als Werkzeug zur Reflexion, zur Kreativität, zur Auseinandersetzung) kann echte Lernprozesse anstossen. Ethik ist kein KI-Filter. Ethik ist die Frage: «Was will ich mit diesem Werkzeug beim Menschen bewirken?» 6.4 Unterrichtseinheit: Reaktion erlaubt? An einem Beispiel von Influencer-Content können die Kenntnisse zu Datenschutz und Urheberrecht gut anwendet werden. Ziel der Übung Die Lernenden sollen den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Inhalten (Texte, Bilder, Videos) nicht nur theoretisch, sondern durch Selbsterfahrung verstehen. Sie sollen erleben, wie es sich anfühlt, wenn eigene Inhalte fremdverwendet werden – und wo die rechtlichen und moralischen Grenzen im Umgang mit Inhalten anderer Personen verlaufen. Kompetenzen Die Lernenden … – erkennen die Bedeutung von Datenschutz und Urheberrecht in der digitalen Kultur. – reflektieren ihre eigene Haltung zum Umgang mit fremden Inhalten. – können rechtliche, ethische und persönliche Grenzen im Content-Umgang einschätzen. – verstehen die Verantwortung im Umgang mit KI, insbesondere bei der Weiterverarbeitung von Inhalten. 6.4.1 Ablauf der Lerneinheit Phase 1: Jeder Lernende erstellt etwas Eigenes Ziel: Persönlichen Bezug zum eigenen digitalen Werk aufbauen Auftrag: Erstelle ein kurzes Stück digitalen Content, in dem verdeutlicht wird, was du kannst oder gerne tust (z. B. Skizze, Meme, kleiner Clip, Foto, Audioaufnahme, Textstück, Trickfilm). – Dauer: 20–30 Minuten – Keine KI verwenden, denn es soll ein persönlicher Beitrag sein. – Material wird der Lehrperson übergeben und anonymisiert gesammelt. Die Lernenden wissen zum Zeitpunkt der Aufgabenstellung nicht, was mit dem Material passieren wird.

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