Install.Gebäudetechn.Fachzeich J012 + E-Book

7. Schnittdarstellungen 7.1 Allgemeines Durch die zeichnerische Darstellung von Werkstücken und Bauteilen in den Normalprojektionen (siehe Kapitel 5.2) werden Gestalt und Außenflächen der Körper erkennbar. Weisen sie jedoch Hohlräume auf (im Bauwesen Räume, Schächte, Fenster; in der mechanischen Technik Bohrungen usw.) können diese nur durch Schnittdarstellungen freigelegt und die Zeichnungen dadurch verständlicher gemacht werden. In Wirklichkeit sind die Bauteile bzw. Werkstücke natürlich nicht geschnitten. 7.2 Schnittdarstellungen in Bauzeichnungen Für die Installations- und Gebäudetechnik sind aus dem Bereich des Bauwesens folgende Schnittdarstellungen wichtig: Grundrisse, die – wie bereits erwähnt – Horizontalschnitte darstellen, deren waagrechte Schnittführung in der Regel 1,00 m über die fertige Fußbodenfläche gelegt wird. Grundrisse bilden die Grundlage für Installationspläne (siehe Beispiel Seite 152). Vertikalschnitte: Eine senkrechte Schnittebene gewährt den Blick auf Innenwände, in Schächte usw. Vertikalschnitte werden hier bei Zentralenplänen eingesetzt. Die Schnittebene wird auf dem Grundrissplan durch eine breite Strich-Punktlinie mit Pfeilen in Blickrichtung angedeutet. Die Schnittdarstellung wird mit Großbuchstaben gekennzeichnet (siehe Beispiel Seite 173). Sie wird meist über dem Grundriss gezeichnet. 7.3 Schnittdarstellungen in Zeichnungen der mechanischen Technik Wichtige Formen im Bereich der mechanischen Technik sind Vollschnitt und Halbschnitt, Schnitte können aber auch mit einer Bruchlinie begrenzt werden. Beim Vollschnitt denkt man sich ein Werkstück mit Hohlräumen, Bohrungen etc. entlang der Mittellinie ganz durchgeschnitten und die vordere Werkstückhälfte entfernt. Nur die Schnittfläche wird mit schmaler Volllinie schraffiert. Die restliche Ansicht zeigt die innere Hohlraumfläche. Abb. 7.1: Vollschnittdarstellung Ein Halbschnitt wird zur Darstellung symmetrischer Werkstücke eingesetzt. Man denkt sich das Werkstück bis zur Hälfte geschnitten und ein Viertel entfernt. Es wird also nur die halbe Werkstückansicht im Schnitt dargestellt. Vorteil: Man sieht in einer Darstellung zugleich die innere und die äußere Werkstückform. Abb. 7.2: Halbschnittdarstellung Achtung – beim Halbschnitt! ⮞Die Trennung zwischen Schnitt und Ansicht erfolgt entlang der Mittellinie. ⮞Die Mittellinie wird aber nicht als sichtbare Kante gezeichnet. ⮞In der nicht geschnittenen Hälfte werden keine verdeckten (nicht sichtbaren) Kanten eingezeichnet. ⮞Halbschnitte sollen rechts der senkrechten bzw. unterhalb der waagrechten Mittellinie gezeichnet werden. 18 Schnittdarstellungen Allgemeines MUSTER

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