9. Trinkwasser-Ringinstallation zur Stagnationsvermeidung Wenn Wasser länger in den Trinkwasserleitungen steht (stagniert), kann es zu gesundheitlich bedenklicher Verkeimung kommen. Das Durchschleifen, sowie eine Ringinstallation, können helfen, Stagnation im Leitungssystem zu verhindern. Ungeachtet dessen ist der „bestimmungsgemäße Betrieb“ einer Wasserverbrauchsanlage unbedingt einzuhalten. Daraus folglich ist eine regelmäßige, wenn möglich, tägliche Nutzung von Wasserverbrauchern zur Aufrechterhaltung einer einwandfreien Trinkwasserqualität unabdingbar! Das „Durchschleifen“ oder die Installation einer Ringleitung alleine ersetzt nicht den bestimmungsgemäßen Betrieb. Bei der Ausführung von „Strömungsteilern“ wird das Trinkwasser in der kompletten Installation durch Entnahmen am Ende eines Systems regelmäßig ausgetauscht (automatische Hygienespülarmatur). Kalt- und Warmwasserleitungen sind, sowohl in Installationsschächten als auch in der Trassenführung baulich getrennt bzw. mit entsprechendem Abstand installiert auszuführen. Kreuzungen von Kalt- und Warmwasserleitungen sollten so gering wie möglich ausfallen. Der Warmwasseranschluss hat speziell bei Badewannen und Duscharmaturen von oben zu erfolgen. Der Kaltwasseranschluss dabei von unten. Die Anschlüsse von Badewannen- und Duscharmaturen dürfen nicht direkt durchgeschliffen werden, sondern bedürfen einer Anschlussverrohrung von rd. 150 mm zwischen dem Punkt der Durchschleifung bis zur Armatur, um so die interne Wärmeübertragung über die Armatur selber hintan zu halten (Abkühlen nach Benutzung). Fachliche Informationen zu hygienerelevanten Aspekten bei der Trinkwasserinstallation innerhalb von Gebäuden und Stagnationsvermeidung finden Sie im Schulbuch Nr. 34 „Installations- und Gebäudetechnik, Gas- und Sanitärtechnik“, Seite 275 ff. 9.1 Beispiel Strömungsteiler 132 Trinkwasser-Ringinstallation zur Stagnationsvermeidung Beispiel MUSTER
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