198 II Übungsteil 10.1 Numeralien für anschauliche Analysen nutzen Wortgrammatik: Numeralien Wortgrammatik-Kartei, Numeralien, S. 27 Numeralien (das Numerale, die Numeralien) sind Zahlwörter. Sie geben die Menge, die Anzahl oder den Rang eines Dings an. Bei der Grafikanalyse werden sie benötigt, um die dargestellten Zahlen in Worte zu fassen. Dabei soll nicht mit genauen Zahlenangaben gearbeitet werden, sondern mit anschaulichen Zahlen: •• Kommazahlen sollen sinnvoll gerundet werden. •• Daten sollen durch Zahlwörter zusammengefasst und übersichtlich dargelegt werden. •• Minimal- und Maximalwerte sollen besprochen werden. Man unterscheidet folgende Zahlwörter: Bestimmte Zahlwörter – geben eine genaue Menge an: •• Grundzahlen (Kardinalzahlen): null, eins, zwei, … fünfhundert •• Ordnungszahlen (Ordinalzahlen): erster, zweiter, letzter •• Vervielfältigungszahlen: einmal, fünfmal, zweifach, vierfach •• Bruchzahlen: ein Drittel, zwei Fünftel •• Zahlsubstantive: eine Million, die Hälfte, der Nächste, der Erste, das Doppelte Unbestimmte Zahlwörter – geben eine unbestimmte Menge an, z. B. viele, einige, manche, wenige Die Glosse besteht fast zur Gänze aus Hypotaxen, wobei die Nebensätze bis in den dritten Abhängigkeitsgrad reichen (Z. 26 f., Z. 42 f., Z. 32 bis in den vierten Grad). Die Argumentation wird mit einer rhetorischen Frage (Z. 19) eingeleitet. Zwei Parenthesen (Z. 41 f. und Z. 49) lassen sich finden sowie zwei auffällige Ellipsen: Der unbestimmte Relativsatz in Z. 11 f. schließt direkt an den vorherigen Satz an, steht aber alleine. Auch der Schlusssatz in Z. 70 f. hat kein Prädikat und ist daher eine Ellipse. Die Alliteration kommt häufig vor, allein schon durch das immer wieder angeführte Motto „Google googeln“. Weiters findet sich sowohl in Z. 10 („Menge Menschen“) sowie in Z. 50-51 („Algorithmen […] Arbeit abnehmen“) eine Alliteration. Zudem wird die ironische Suche nach dem Zweck des Google-Googelns über eine Anapher mit dem Wort „vielleicht“ gestaltet (Z. 51-63). Bemerkenswert ist noch die häufige Verwendung des Konjunktivs. Teilweise wird damit in indirekter Rede wiedergegeben, was Menschen dazu bringt, nach allem zu googeln (Z. 26: „litten“, Z. 36: „wäre“). Dass dabei an Stelle des Konjunktiv I der Konjunktiv II verwendet wird, unterstreicht die Unglaubwürdigkeit der Äußerungen. Außerdem wird der Konjunktiv II beim irrealen Vergleich in Z. 12 und einem weiteren in Z. 67 eingesetzt. Der Autor verwendet Ironie als Stilmittel, um auf humorvolle Weise Kritik und Spott auszudrücken. Es wirkt außerdem lustig und unterhaltsam, wie er ein unüberlegtes und sinnloses Verhalten mit philosophisch-religiösen Fragen in Verbindung bringt und somit einer unbedeutenden Sache eine große Bedeutung verleiht. Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Glosse ihren Zweck erfüllt: Sie bewirkt, dass den Leserinnen und Lesern das eigene Verhalten vor Augen geführt wird. Gleichzeitig sollen sie aber am Ende über sich selbst lachen. (644 Wörter) (Autorentext) Satzanalyse und Stilanalyse mit Zitation der wichtigsten rhetorischen Stilmittel Funktion der Ironie Zusammenfassung mit Autorabsicht 35 40 45 50 MUSTER
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