Blickpunkt Biologie NW 2026 SB 7/8

Nur zu Prüfzwecken – Eigentum der Westermann Gruppe 180 Epidemien und Pandemien Ausbreitungen Im Winter erkranken viele Menschen in Europa an Grippe. Die Grippe wird von Viren, die leicht und darum sehr schnell übertragen werden. Es entstehen Grippewellen. Von diesen Grippewellen sind einzelne Regionen meist stark betroffen. Man spricht dann von Epidemien. Breitet sich ein Grippe-Erreger weltweit aus, handelt es sich um eine Pandemie. Durch die hohe Mobilität wie Flugreisen der Menschen steigt die Gefahr der weltweiten Ausbreitung gefährlicher Krankheitserreger. Viren verändern sich Das Grippe-Virus verändert häufig sein Erbgut und damit seine Oberfläche. So können neue Typen des Virus entstehen. Befallen zwei verschiedene Viren gleichzeitig einen Wirt, kann ihr Erbgut neu kombiniert werden. So entstehen Viren mit neuen Eigenschaften. Diese neuen Viren werden vom Immunsystem oft nicht mehr erkennt, weil vorhandene Antikörper nicht mehr passen. Der Schutz durch eine frühere Infektion oder Impfung ist geschwächt oder sogar unwirksam. Impfstoffentwicklung Durch die häufige Veränderung des Grippe-Virus gibt es gegen Grippe keinen einheitlichen Impfstoff. Treten bestimmte Typen des Virus gehäuft auf oder entstehen neue Virustypen, wird ein neuer Grippe-Impfstoff entwickelt. Deshalb muss die Impfung für einen guten Impfschutz jedes Jahr mit angepasstem Impfstoff erneuert werden. Epidemien und Pandemien der Vergangenheit (Auswahl) 1 Warum sind Wartezimmer von Arztpraxen manchmal sehr voll? AIDS/HIV >190 Länder zeitweise 1–2 Mio. Neuinfektionen pro Jahr Pandemie SARS ~30 Länder etwa 4000 Neuinfektionen pro Jahr Epidemie Vogelgrippe H5N1 ~25 Länder unter 1000 Neuinfektionen pro Jahr Epidemie Ebola ~10 Länder 10 000 – 15 000 Neuinfektionen pro Jahr Epidemie Corona-Virus >190 Länder zeitweise über 100 Mio. Neuinfektionen pro Jahr Pandemie seit 1980 2006 seit 2019 2002-2004 2014-2016

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