Blickpunkt Biologie NW 2026 SB 7/8

Nur zu Prüfzwecken – Eigentum der Westermann Gruppe 108 Mineralstoffarme Seen In natürlichen Seen sind der Stoffaufbau durch die Produzenten, der Stoffumbau durch die Konsumenten und der Stoffabbau durch die Destruenten im Gleichgewicht. Die in bestimmter Menge vorhandenen Mineralstoffe begrenzen das Wachstum von Pflanzen und Algen. Das Wasser ist klar. Licht dringt tief in den See. Da die Konsumenten nur begrenzt Nahrung zur Verfügung haben, gibt es wenige Tiere im Wasser. Solche Seen sind mineralstoffarm oder oligotroph. Ungleichgewicht in Seen Manche Seen werden grün und beginnen stark zu riechen. Wie lässt sich das erklären? Stoffkreisläufe in einem See 1 Mineralstoffreiche Seen Gelangen durch Abwässer oder landwirtschaftliche Düngung viele Mineralstoffe in einen See, wird sein Gleichgewicht gestört. Die Algen und die Pflanzen können besser wachsen. Das Wasser wird von Algen grün. Es kommt zu einer „Algenblüte“. Die Produzenten erzeugen bei der Fotosynthese viel Sauerstoff. Ihre Biomasse ernährt eine große Zahl von Konsumenten. Man spricht von einem gut genährten, einen eutrophen See. Im Laufe der Zeit fallen große Mengen tierischer Ausscheidungen und toter Lebewesen an. Licht kann nicht mehr in große Wassertiefen eindringen. Es kommt zu einer starken Vermehrung von Destruenten am Seeboden. Diese benötigen viel Sauerstoff, der dann im gesamten See knapp wird. Nun vermehren sich Fäulnisbakterien, die auch ohne Sauerstoff leben können. Es entstehen Faulschlamm und giftige Gase, die Faulgase. Diese steigen auf und machen den See für die meisten Lebewesen unbewohnbar. Der See ist in einem Ungleichgewicht, er ist „umgekippt“. Konsumenten 1. Ordnung Konsumenten 2. Ordnung Konsumenten 3. Ordnung Produzenten Destruenten Sauerstoff Kohlenstoffdioxid Biomasse Mineralstoffe GIDA-FILM

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