Katalog BBS 2026/27

57 POLYTECHNISCHE SCHULE | BERUFLICHE BILDUNG | ALLGEMEINBILDUNG GEOGRAPHIE > Volkswirtschaft und Wirtschaftsgeographie Die günstige Lösung für 1. und 2. Klasse Wissen – Können – Handeln.: Der Titel ist Programm – alle drei Kompetenzbereiche werden gleichberechtigt behandelt. Mit diesem Schulbuch ist es gelungen, den umfangreichen Stoff kompakt zu präsentieren. Die volkswirtschaftlichen Themen wurden gleichberechtigt eingebaut. → zusammenfassende Fragestellung am Kapitelbeginn → kürzere Lese- und Lernabschnitte → Kompetenzorientierte Arbeitsaufgaben im Geo/Eco-Training → „Wie???“-Methodenseiten → „Geo/Eco-Basics“ (Erklärungen von Fachausdrücken), „Geo/Eco-Facts“ „Geo-Maps“, „GeoWorkshops“, „Infotext“, Quellen, Arbeitstexte → Zweisprachiges Glossar (deutsch/englisch) → Kompetenzchecks Wissen – Können – Handeln. Volkswirtschaft und Wirtschafts geografie FW Malcik, Spreitzhofer, Wagner Schultyp: 3730 E E-Book Titel E-Book E-Book Solo Wissen – Können – Handeln. Volkswirtschaft und Wirtschaftsgeografie FW 1/2 175080€ 29,70 206001€ 22,17 E Info zum Buch WIE ??? Ein Index (Mz. = Indizes) dient dazu, eine Reihe von absoluten Zahlen besser vergleichbar zu machen. Ein beliebiger Wert (meist der erste) wird dabei 100 gleichgesetzt. Die weiteren Indexwerte verdeutlichen die prozentuelle Zu- oder Abnahme gegenüber dem Basiswert. Ein Indexwert über 100 signalisiert eine Zunahme, ein Wert unter 100 eine Abnahme. Die Indexwerte sind Prozentwerte und geben das Verhältnis vom aktuellen Wert zum Basiswert an. Die Änderung zum Vorjahr kann nicht durch die Differenz der Indexwerte ausgedrückt werden. In Tab. 217.1 nahm die Schülerzahl von 2014 auf 2015 nicht etwa um 15 % ab, sondern um 13,64 %. Man kann aber sagen, dass die Verminderung 15 Prozentpunkte beträgt. Der Index ist natürlich davon abhängig, welche Zahl als Basis genommen wird. Würde man 2014 als Basisjahr verwenden, dann wäre der Index nur 86,36. Indizes werden besonders dann angewendet, wenn mehrere Zahlenreihen dargestellt werden sollen, die absolut unterschiedliche Ausgangswerte haben. In unserem Beispiel: Schule A 600, Schule B 1000 Schüler und Schülerinnen. Für beide Schulen müssen diese Ausgangswerte den Index 100 haben. Aufgaben zum vorliegenden Beispiel: 1. Berechnen Sie die Indexwerte für die Schule B! 2. Zeichnen Sie mit den Werten für die beiden Schulen ein Indexdiagramm! Verwenden Sie dazu zwei verschiedene Farben und beschriften Sie die Grafik mit einer Legende! Jahr Schüler/nnenzahl Index Rechnung 2012 1000 2013 900 2014 1200 2015 1300 Tab. 217.1: für das Indexbeispiel Schule A Tab. 217.2: für das Indexbeispiel Schule B 1) Interpretieren Sie das Indexdiagramm: • Welchen Wert hatte der Index der Löhne im Jahr 2002? • Was ist seit 2005 in Österreich mehr gestiegen: die Preise oder die Löhne? • Wie viel Lohn erhielt jemand im Jahr 2009, der 2002 10 000€ verdient hat? • Wie teuer war eine bestimmte Gütermenge im Jahr 2007, die 2004 noch 100 € kostete? • In welchen Jahren sind die Löhne mehr gestiegen als die Preise? • Was bedeutet diese Entwicklung für die Geldbörsen der Österreicher und Österreicherinnen? Abb. 217.3: Entwicklung der Löhne und Preise in Österreich >6:+2:! 1@<:B <:6 >6:+2: 7A6 -:6,60*)/:6+@@:@ *@< -:6,60*)/:6 9SSQ 9SS9 9SS8 9SS6 9SS5 9SS4 9SS3 9SS2 9SS1 9SQS 9SQQ 9SQ9 9SQ8 9SQ6 9SQ5 9SQ4 9SQ3 (5/@: *@< 9:/%&.:6! 1@<:B <:6 406+7&5/@: *@< "3:/%&.:6 Q6Q Q66 Q64 Q61 Q59 Q56 Q52 Q48 Q46 Q43 Q39 Q34 Q2S Q28 Q26 Q82 Q42 Q39 Q34 Q2S Q11 9S5 9QQ 9Q2 995 991 985 983 969 95S 955 Q25 951 94Q Q24 Jahr Schüler/innenzahl Index Rechnung 2012 600 100,00 2013 645 107,50 645 x 100 600 2014 660 110,00 2015 570 95,00 570 x 100 600 #&+ ' (*)",",% . ‥ arbeite ich mit Indizes? 217 6 Volkswirtschaft Abb. 216.1: Sparpyramide: Je länger die Spareinlagen bei der Bank bleiben, umso höher sind die Zinsen. /?;6@8@2?;9@8;?D 4?;92.7?;1D:9$ 9@8;?D (819@8;?D =@8;31.7 '26 (2DA1D:9<;296 =@8;31.7 -?A?;C?26 3?7?338; >2;B+BD6B aT&C=I(A`$??,cZ +,?CbIe,Z BTRTe G&I=I( M$c/=I(Z +,A=I/&,$?Z -0 " !0 " !$%# aT&C=I(AY `$??,cZ +,?CbIe,Z TRTe !) " <G&I=I(Z <TAA,CZ JI,C($, !$ " #c,$/=I(Z )T=ACT? !0 " Abb.216.2: Zusammensetzung des Warenkorbes 1970 und 2020 1) Kreuzen Sie die richtigen Antworten an: Über welches Geld kann man mit einer Bankomatkarte verfügen? Plastikgeld Buchgeld Papiergeld Münzgeld Zinsen für Spareinlagen heißen: Sollzinsen Habenzinsen Wenn die Kaufkraft des Geldes sinkt, spricht man von: Deflation Inflation Wer Geld herborgt, ist bei einer Inflation: Gewinner/in Verlierer/in Verlierer/in Wenn Geld auf ein Konto eingezahlt wird, handelt es sich um einen Dauerauftrag einen Einziehungsauftrag eine Überweisung Zu welchem Teil des Bankgeschäftes zählt die Kontoführung? Einlagengeschäft Dienstleistungsgeschäft Kreditgeschäft Kreditgeschäft 2) Anna: „Seit ich bei einer Bank ein Konto (Girokonto oder Privatkonto) habe, verfüge ich über Buchgeld“. Erkundigen Sie sich bei einer Bank: Welche Geldgeschäfte kann Anna mit ihrem Gehaltskonto machen? 3) Erkundigen Sie sich bei einer Bank nach den derzeitigen Zinsen für verschiedene Sparformen. 4) Ordnen Sie folgende Ursachen für Inflation durch Ankreuzen richtig ein: 5) Fassen Sie zusammen, warum eine zu hohe Inflation der Wirtschaft schadet. 6) Vergleichen Sie die Konsumausgaben in Österreich von 1970 mit 2020. Welche Veränderungen können Sie feststellen? Welche Ursachen können diese Veränderungen haben? Kann man heute um den gleichen Betrag Produkte und Dienstleistungen kaufen wie vor einem Monat oder einem Jahr, spricht man von einem stabilen Geldwert. Wird vieles oder alles teurer gibt es Inflation. Die Europäische Zentralbank akzeptiert eine Teuerungsrate von bis 2,0 % als Geldwertstabilität. Eco-Basics: HVPI Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist die Grundlage für die vergleichbare Messung der Inflation in der EU und für die Bewertung der Geldwertstabilität innerhalb der Euro-Zone. Er berücksichtigt die unterschiedlichen Verbrauchergewohnheiten und Preisniveaus in der EU. Kompetenzcheck: UIch kann die Funktionen und Arten von Geld nennen und erklären. UIch kann zwischen Inflation und Deflation unterscheiden. UIch kann erklären, wie es zu Inflation kommen kann. UIch kann begründen, warum Inflation die Kaufkraft des Geldes verringert und der Volkswirtschaft schadet. UIch kann analysieren, wer bei einer Inflation gewinnt und wer verliert. UIch kann erläutern, wie die Inflation gemessen wird. UIch kann die Bedeutung und die Rolle der Banken in der Volkswirtschaft erklären. UIch kann Beispiele für einzelne Geschäftszweige einer Bank geben. #&+ ' (*)",",% Kosteninflation Nachfrageinflation Erhöhung der Mehrwertsteuer Steigerung der Rohölpreise Vergabe billiger Privatkredite Mehr Beihilfen/Subventionen durch den Staat Starke Erhöhung der Löhne und Gehälter 216 +,?CbIe,Z <G&I=I( @I?,C&Tc?=I(Z -C,$[,$?(,A?Tc?=I( +,?CbIe, BTRTe $ " 1 Weltsichten – Die Sichtweisen der Geografie Abb. 9.2: Projektionsarten ,535'648+5*1/8:5: lFK 5)-EKB'F-.(I@DeGK F(' KF. QKHK@>h.'K@[ <;'/:754648+5*1/8:5: lFK 5)-EKB'F-.(I@DeGK F(' KF. j^@F.LK)>h.'K@[ (9/&.12'648+5*1/8:5: lFK 5)-EKB'F-.(I@DeGK F(' KF.K nK)<G)%.H(KgK.K[ Abb. 9.1: Gradnetz gF( W9Xd gF( W9Xd CXd ?Xd ;Xd ?Xd ;Xd 9Xd Xd CXd ?Xd ;Xd 9Xd CXd ?Xd ;Xd CXd Xd V)KK.!FeG N-)L,-@ 3<L,-@ *+%h'-) .Y)L@FeGK n)KF'K gF( 8Xd (<L@FeGK n)KF'K gF( 8Xd Y('@FeGK PD.HK !K('@FeGK PD.HK Beispielpunkt Der Beispielpunkt liegt liegt auf 10° westlicher Länge und 30° nördlicher Breite Geo-Basics: Gradnetz Das Gradnetz der Erde besteht aus Längen- und Breitenkreisen. Parallel zum Äquator, der die Erde in eine Nord- und eine Südhalbkugel teilt, verlaufen die Breitenkreise. Ihre Länge nimmt zu den Polen hin ab. Die Längenkreise verbinden Nord- und Südpol und sind immer gleich lang. Die Meridiane (Längenhalbkreise) werden ausgehend vom Null-Meridian von Greenwich gezählt – je 180 Grad nach Westen und nach Osten. Für eine genaue Ortsbestimmung werden die Längen- und Breitengrade noch weiter in Minuten und Sekunden unterteilt (1 Grad = 60 Minuten). • Kegelprojektion: Das Gradnetz wird auf dem Mantel eines die Erde berührenden Kegels abgebildet. Erdmittelpunkt, Pol und Spitze des Kegels bilden eine Achse. • Zylinderprojektion: Das Gradnetz der Erde wird auf einem Zylinder abgebildet, der sich – längs eines Meridians aufgeschnitten – in der Kartenebene abrollen lässt. Alle Breitenkreise (einschließlich Pol) haben die Länge des Äquators. • Azimutalprojektion: Projiziert wird auf eine gerade Fläche; der Berührungspunkt der Fläche kann an jedem beliebigen Punkt der Erde sein. Häufig wird einer der beiden Pole als Berührungspunkt ausgewählt. Damit kann nur die Kugelkappe, höchstens jedoch eine Halbkugel abgebildet werden. %#+ ' (*)",",% 1) Kreuzen Sie an, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind: 2) Bestimmen Sie in einer Atlaskarte die Lage Ihres Heimatortes (oder Schulstandortes) so genau wie möglich. 3) Bestimmen Sie mithilfe einer Atlaskarte die geografischen Koordinaten der folgenden Städte (Beispiel: Wien: 48°N, 16°O): New York: ____________, Moskau: ____________ , Sydney:____________, Berlin: ____________ richtig falsch Der Äquator ist der längste Breitenkreis. richtig Alle Breitenkreise sind gleich lang. Die Breitenkreise werden vom Äquator aus gezählt. Die geografische Breite kann nördlich oder südlich sein. Die geografische Länge kann westlich oder östlich sein. Der Nullmeridian wird ausgehend von Greenwich gezählt, also von New York aus. Der Nordpol liegt auf 180 Grad nördlicher Breite. Alle Orte mit nördlicher Breite liegen auf der Nordhalbkugel. 9 1 Weltsichten – Die Sichtweisen der Geografie Abb. 8.1–2: Die beiden Grundtypen der kartografischen Darstellung: topografische Karte (links) und thematische Karte (rechts) Abb. 8.3: Wie bringt man die Kugeloberfläche in eine Ebene? Helmut Wagner, Mautern X =XX W XXX C XXX B> Regenwald Savanne Wüste andere Vegetation 0 m 100 m 200 m 500 m 1 000 m 1 500 m 2 500 m 5 000 m Höhenstufen 1)Beschreiben Sie am Beispiel der aufgeschnittenen Orange (Abb. 8.3), welches Problem bei der Verebnung der gekrümmten Erdoberfläche entsteht. UDie Welt als Ganzes für den Menschen zumindest in der Vorstellung sichtbar zu machen, hat eine lange Tradition. Vor allem kartografische Darstellungen dienen zur Orientierung und lenken die Aufmerksamkeit auf bestimmte Länder, Regionen, Themen und Zusammenhänge. Karten werden nicht nur in der Geografie verwendet, sie haben in allen Bereichen der Wissenschaft, in traditionellen und modernen Medien und im Alltag Einzug gehalten. In einer Karte ist die Welt also auf Symbole reduziert, und zwar in Form von Punkten, Linien und Flächen. Karten erweisen sich für viele Zwecke als besonders wertvoll: • Sie liefern umfangreiches Zahlen- und Datenmaterial über Natur und Umwelt, über Länder und Staaten, über Bevölkerung und Wirtschaft. • Sie sind eine universelle Darstellungsform, die allgemein verständlich ist. • Karten fassen symbolhaft Informationen zusammen, die in sprachlicher Form nur schwer vermittelbar sind. Doch in der Karte als Darstellungsmittel liegen auch besondere Gefahren: • Landkarten sind leicht zu manipulieren. • Sie können durch einseitige Darstellung für politische Zwecke missbraucht werden. • Sie können Größenverhältnisse und Entfernungen vorgaukeln, die nicht der Wirklichkeit entsprechen. Geo-Basics: Karte als Abbild der Wirklichkeit Eine Karte ist ein verkleinertes, verebnetes und vereinfachtes Abbild eines mehr oder weniger großen Teils der Erdoberfläche. Kartenzeichen (Signaturen) bilden die Aussage und werden durch Beschriftung ergänzt. Topografische Karten dienen der allgemeinen Orientierung. und beinhalten eine genaue Abbildung der Geländeformen (Topografie) Thematische Karten stellen auf einer vereinfachten Grundlage spezielle Themen dar (z.B. Wirtschaft, Bevölkerung) Wie bildet man einen dreidimensionalen runden Körper auf einer Ebene ab? Um dieses Problem lösen zu können, wurden verschiedene Projektionsverfahren entwickelt, die jedoch alle mit Ungenauigkeiten und Verzerrungen verbunden sind. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie orientieren sich stets am Gradnetz, das die kugelförmige Erdoberfläche in Längen- und Breitengrade unterteilt. 1.2 Die kartografische Sicht 1.2.1 Die Welt als Karte 1.2.2 Das Grundproblem und die Lösungsversuche %#+ ' (*)",",% 8

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjg5NDY1NA==