Katalog BBS 2026/27

128 POLYTECHNISCHE SCHULE | BERUFLICHE BILDUNG | ALLGEMEINBILDUNG Darstellung und Gestaltung 43 B Methoden zur Darstellung 4 Farbenlehre ● Sechsklang: Sechseck im Farbkreis DREIKLANG MIT EINEM GLEICHSEITIGEN DREIECK ALS BEZIEHUNGSFIGUR DREIKLANG MIT EINEM GLEICHSCHENKELIGEN DREIECK ALS BEZIEHUNGSFIGUR BEZIEHUNGSFIGUREN EINES DREIKLANGES GELB GELBORANGE ORANGE ORANGE ROTORANGE ROTVIOLETT BLAUVIOLETT VIOLETT BLAUGRÜN BLAU GRÜN GELBGRÜN BEZIEHUNGSFIGUR EINES SECHSECKS IN DER FARBKUGEL SECHSKLANG WEISS ORANGE ROTVIOLETT SCHWARZ GELBGRÜN BLAU VIERKLANG MIT EINEM QUADRAT ALS BEZIEHUNGSFIGUR BEZIEHUNGSFIGUREN DER VIERKLÄNGE VIERKLANG MIT EINEM RECHTECK ALS BEZIEHUNGSFIGUR GELB GELBORANGE ORANGE ORANGE ROTORANGE ROTVIOLETT BLAUVIOLETT VIOLETT BLAUGRÜN BLAU GRÜN GELBGRÜN Abb. 66: Dreiklang Abb. 67: Vierklang Abb. 68: Sechsklang B.3: Farbmischung 3.1 Welche Aussage für die Mischung von Körperfarben ist richtig, welche falsch? ● Die Mischung von Magenta und Yellow ergibt eine Sekundärfarbe. ● Die Mischung von Rot und Grün ergibt eine Sekundärfarbe. ● Die Mischung von Cyan und Magenta ergibt eine Sekundärfarbe. ● Die Mischung von Cyan, Magenta und Yellow ergibt eine Sekundärfarbe. Aufgabe Darstellung und Gestaltung B Methoden zur Darstellung 4.3.2 Materialien und Reflexionsgrad der Farben Die Oberflächenfarbe von Raumbegrenzungen bestimmt den Reflexionsgrad und hat damit entscheidende Auswirkungen auf die Helligkeit des Raums. Farben haben unterschiedliche Reflexionsgrade. Je höher der Reflexionsgrad ist, desto mehr Licht wird von einer Fläche reflektiert und umso heller wirkt diese. Der Reflexionsgrad großer Flächen bestimmt also, wie hell und kontrastreich ein Raum wahrgenommen wird. Klinker 10 % dunkles Holz 20 % Sichtbeton 30 % helles Holz 50 % Aluminium, poliert 70 % weiße Wand 70 % Weiß 70–80 % Gelb 30–70 % Braun 1–50 % Rot 10–35 % Grün 10–60 % Blau 5–50 % Grau 20–60 % Schwarz 4–8 % Abhängigkeit der Farbwirkung Oberfläche Wirkung matt warm, weich, diffus, zurückhaltend, samtartig glänzend spiegelnd, betonend, kalt, hart, abstoßend strukturiert belebend, warm, Blick fangend, angenehm Farbe Distanzwirkung Temperaturwirkung psychische Wirkung Blau entfernt kalt beruhigend, ausgleichend, konzentrierend, harmonisch Grün entfernt sehr kalt bis neutral sehr beruhigend, ausgleichend, erfrischend, vitalisierend Rot nahe warm sehr aufreizend und beunruhigend Orange sehr nahe sehr warm aktivierend, belebend, festlich, freudig Gelb sehr nahe sehr warm anregend, erheiternd, freundlich, leicht Violett sehr nahe kühl geheimnisvoll, beschwerend, verwirrend Braun sehr nahe, anregend neutral stabilisierend, dämpfend, angenehm, beruhigend Grau entfernt kalt bis neutral neutral, ruhig, nüchtern Weiß entfernt neutral friedlich, zeitlos, erhebend, feierlich Farbakkorde ● Dreiklang: gleichseitiges oder gleichschenkeliges Dreieck im Farbkreis ● Vierklang: Quadrat oder Rechteck im Farbkreis Reflexionsgrad: Anteil des auftreffenden Lichts, das von einer Fläche reflektiert wird. je nach Helligkeit der Farbe (vgl. Riccabona 2002: S. 54 f.) Raumwirkung durch Farbgebung (vgl. Riccabona 2002: S. 54 f.) Darstellung und Gestaltung 193 G Toolbox: Gestaltungselemente 2 Elemente in Bauteilöffnungen Informationen zu Belichtung und Belüftung finden Sie in Kapitel H, „Gebäudelehre und Städtebau“. Zu den rechtlichen Grundlagen sehen Sie Kapitel C, „Analyse und Planungsgrundlagen“, Abschnitt 8, „Bauvorschriften“. 2.1.2 Gestaltungsmerkmale Größe und Lage von Lichtöffnungen üben einen ähnlichen Einfluss auf den Raum und dessen Benutzer/innen aus wie Größe und Form. Die Proportion der Fenster kann Räume hoch, niedrig, lang, weit und eng erscheinen lassen. Hohe und hoch liegende Fenster leuchten den Raum und seine Tiefe besser aus. Tief sitzende Fenster belichten den Boden und sind für zusätzliche Raumeffekte sinnvoll. ● Kleine Öffnungen lassen den Raum schwer und dunkel erscheinen. ● Sehr große Öffnungen lösen den Raum auf und er wirkt luftig und leicht. ● Übereckfenster schaffen eine zweite Seite für Aussicht und Lichteinfall und erweitern den Raum. ● Oberlichten ermöglichen zusätzliche Lichtführungen. Abb. 14: Beziehung zwischen Außen- und Innenraum Abb. 15: Unterschiedliche Lage der Fensteröffnung in der Außenwand Informationen und gesetzliche Mindestanforderungen zu Fenstern und Absturzsicherungen finden Sie in der OIB-Richtlinie 4 (Punkt 4: Schutz vor Absturzunfällen), Informationen zur Belichtung und Beleuchtung von Räumen sehen Sie in der OIB-Richtlinie 3, Punkt 9! Weitere Informationen zur Gestaltung und Planung von Fenstern finden Sie im Lehrbuch der Baukonstruktion, 2. Jahrgang! (vgl. Krebs 2014: S. 26) 192 Darstellung und Gestaltung G Toolbox: Gestaltungselemente Liegen öffenbare Fensterflügel unter der Absturzhöhe von 1,0 m bzw. 1,10 m, so müssen sicherheitstechnische Vorkehrungen getroffen werden. Absturzsicherungen wie Brüstungen und Geländer sind ab einer Fallhöhe von 60 cm in einer Höhe von 1 m anzubringen, ab 12 m Fallhöhe in einer Höhe von 1,10 m. 1,00 FIX PARAPET 0,60 m FIXVERGLASUNG BIS 1,0 m 2,50 LICHTE RAUMHÖHE FIX 0,60 1,40 PARAPET < 0,60 m, ABSTURZSICHERUNG 1,0 m BZW. 1,10 m ERFORDERLICH 2,50 0,40 1,00 LICHTE RAUMHÖHE VSG VSG Abb. 11: Unterschiedliche Fensteröffnungen 0,85 1,00 FIX 1,00 STURZ PARAPET FENSTER MIT PARAPET UND STURZ RAUMHOHES FENSTER MIT FIXVERGLASUNG RAUMHOHES FENSTER MIT VORGESETZTER ABSTURZSICHERUNG 2,50 LICHTE RAUMHÖHE 0,20 2,50 LICHTE RAUMHÖHE FIX VSG VSG Abb. 12: Absturzsicherungen Abb. 13: Unterschiedliche Öffnungsarten (vgl. OIB-RL 3, 2015: Pkt. 9.1.) Gestaltung von Fensteröffnungen SCHWINGFLÜGELFENSTER DREH-KIPPFENSTER DK KIPPFENSTER K DREHFENSTER D FIXVERGLASUNG 1-FLÜGELIG FIX DREH-KIPP UND DREHFENSTER MIT STULP DREH-KIPP FENSTER MIT KÄMPFER 2-FLÜGELIG DK FENSTER MIT UNTERER FIXVERGLASUNG FIX DREHFENSTER MIT SEITLICHER FIXVERGLASUNG DK FENSTER MIT OBERLICHT ALS FIXVERGLASUNG SCHWINGFLÜGELFENSTER FIX DK FENSTER MIT OBERLICHT ALS KIPPFENSTER DREHFENSTER MIT SEITLICHER FIXVERGLASUNG FIX FACHUNTERRICHT > Bautechnik Darstellung und Gestaltung Marek, Mezera Schultyp: 4100 E E-Book Architektur wird sichtbar Dieses Lehrbuch ist für den I.–III. Jahrgang konzipiert. Den Folgeband finden Sie unter „Bauplanung und Projekt“. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in den Bereichen Grundlagen des Gestaltens, Entwerfen und Darstellen in der Architektur. 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