Katalog BBS 2026/27

109 POLYTECHNISCHE SCHULE | BERUFLICHE BILDUNG | ALLGEMEINBILDUNG BETRIEBSWIRTSCHAFT > Betriebswirtschaft und Management Rechnungswesen entdecken – der Schlüssel zur erfolgreichen Finanzplanung! Die Reihe Unternehmensrechnung führt verständlich und praxisnah in die Welt der Buchhaltung ein. → III. Jahrgang inklusive Personalverrechnung → IV./V. Jahrgang inklusive Steuerlehre Unternehmensrechnung HTL Bauer, Nitschinger, Reichhart, Veidl Schultyp: 4100 E E-Book DZ Digitales Zusatzmaterial L Material für Lehrpersonen Kapitel 3: System der doppelten Buchführung Lerneinheit 1: Bilanz und Konto ■ Das Anlagevermögen soll dem Unternehmen dauernd (länger als ein Jahr) dienen. Beispiele: Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge ■ Das Umlaufvermögen ist nur für eine begrenzte Zeit im Unternehmen. Es verändert sich täglich durch den Geschäftsbetrieb. Beispiele: Vorrat an Handelswaren, Bargeld, Geld auf dem Bankkonto ■ Das Eigenkapital kommt vom Unternehmer oder von den Unternehmern. Beispiel: Ersparnisse ■ Das Fremdkapital kommt von außen (von Dritten). Beispiele: Kredit von einer Bank, Schulden bei Lieferanten Weil die Summen der Aktiv- und der Passivseite immer gleich hoch sind (= Summengleichheit), ergibt sich folgende Bilanzgleichung: Vermögen = Kapital Durch Geschäftsfälle wird die Bilanz verändert. Geschäftsfälle sind alle betrieblichen Vorgänge, also z.B. der Einkauf und Verkauf von Waren, die Bezahlung der Miete oder eine Abhebung vom Bankkonto. L 3.1 Einführendes Beispiel – Aufstellung der Bilanz C Claudia Sommer hat € 45.000,– geerbt und will damit ein Modegeschäft eröffnen Als Geschäftslokal kann sie das Erdgeschoß im Haus ihrer Eltern nutzen. Sie plant € 23.000,– für die Einrichtung des Geschäftes und € 25.000,– für die Waren ein. Außerdem will sie € 2.000,– in der Geschäftskasse haben. Claudia Sommer hat einen Finanzplan aufgestellt, der einen Finanzmittelbedarf von € 5.000,– ergibt. Das heißt, dass ihr Eigenkapital nicht ausreicht, um das gesamte Vermögen zu finanzieren. Darum nimmt sie bei der Bank ein Darlehen in Höhe von € 15.000,– auf. Die nicht verwendeten € 10.000,– legt sie als Reserve auf das Bankkonto ihres Unternehmens. Für den Tag der Geschäftseröffnung, das ist der 1. Oktober, fasst sie das Vermögen und das Kapital in einer Eröffnungsbilanz zusammen: Aktiva (Vermögen) Eröffnungsbilanz zum 1. Okt. Passiva (Kapital) Geschäftsausstattung 23.000,00 Eigenkapital 45.000,00 Handelswaren 25.000,00 Darlehen 15.000,00 Kassa (Bargeld) 2.000,00 Bankguthaben 10.000,00 60.000,00 60.000,00 Jeder Geschäftsfall verändert Claudia Sommers Bilanz: 1. Geschäftsfall: Claudia Sommer braucht für Einkäufe weiteres Bargeld, deshalb hebt sie von ihrem Bankkonto € 1.000,– ab und legt sie in die Geschäftskasse. Die Bilanz zeigt nach diesem Geschäftsfall folgendes Bild: Aktiva (Vermögen) Bilanz Passiva (Kapital) Geschäftsausstattung 23.000,00 Eigenkapital 45.000,00 Handelswaren 25.000,00 Darlehen 15.000,00 + Kassa (Bargeld) 3.000,00 – Bankguthaben 9.000,00 60.000,00 60.000,00 Durch das Einlegen des Bargeldes in die Geschäftskasse erhöht sich der Kassastand € 2.000,– auf € 3.000,–, dafür verringert sich dasBankguthabenvon € € 9.000,–. geschäft eröffnen. Eigenkapital (Erbe) € 45.000,– – Geschäftsausstattung € 23.000,– – Handelswaren € 25.000,– – Bargeld € 2.000,– Finanzmittelbedarf – € 5.000,– Gut geplant ist halb gewonnen Claudia Sommer überlegt sich im Vorhinein, was sie braucht und wie sie mit ihrem Geld auskommt. So kann sie rechtzeitig bei der Bank ein Darlehen (= Kredit) beantragen. Unternehmensrechnung HTL I LERNEN 1Bilanz und Konto „Bilanz ziehen“ bedeutet, dass man sich einen abschließenden Überblick verschafft. Ein Unternehmen macht mithilfe der Bilanz eine abschließende Gegenüberstellung von Vermögen und eingesetztem Kapital. Was ist eine Bilanz? Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung des Vermögens und des Kapitals in T-Form. Auf der linken Seite steht das Vermögen (= Aktiva). Auf der rechten Seite steht das Kapital (= Passiva). Die Bilanz: Die Aktivseite der Bilanz zeigt, wofür die Mittel verwendet wurden. Die Passivseite zeigt, woher die Mittel kommen. Die Summen der Aktiv- und der Passivseite müssen immer genau gleich sein. Aktiva Bilanz Passiva Anlagevermögen Umlaufvermögen Eigenkapital Fremdkapital Mittelverwendung (Investition) Mittelherkunft (Finanzierung) Den Überblick behalten Unternehmer sollten zu jedem Zeitpunkt wissen, wie hoch ihr Vermögen und ihr Kapital ist. 1 40 Unternehmensrechnung HTL I Blick ins Buch Titel E-Book E-Book Solo Material für Lehrpersonen* Unternehmensrechnung HTL I 200215€ 30,78 206208€ 23,29 978-3-7068-6430-5 € 19,90 Unternehmensrechnung HTL II 200216€ 30,78 206209€ 23,29 978-3-7068-6432-9 € 19,90 Unternehmensrechnung HTL III 205193€ 28,15 206250€ 21,30 978-3-7068-6643-9 € 19,90 Unternehmensrechnung HTL IV/V 210292€ 33,53 211222€ 25,37 978-3-7068-7140-2 € 29,90 * Begleitmaterialien für Lehrpersonen sind mit Schulkennzahl über die Schulbibliothek als Download im jeweiligen Buchtitel verfügbar. E L Digitales Zusatzmaterial im E-Book  Einstiegsvideos und Erklärvideos  Excel-Dateien, Buchungstrainer und interaktive Übungen  Online-Training „Check dein Wissen!“  Externe Links  Alle Lernkarten in der Lernkarten-Ansicht Material für Lehrpersonen  Lösungen als PDF- und Excel-Dateien  Zusatzbeispiele für Schularbeiten, Lernzielkontrollen usw. (inkl. Lösungen) als Word-Datei  Belegkisten mit zahlreichen veränderbaren Belegen  PowerPoint-Präsentation mit den Lernkarten aus dem Schulbuch

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