BNE Whitepaper GS - Digitalvariante

Wie lassen sich die SDGs in der Grundschule vermitteln? Bildung für nachhaltige Entwicklung ist kein Zusatzthema – sie ist ein pädagogisches Prinzip. Die SDGs dienen dabei als Leitbild, um globale Fragen im Unterricht erfahrbar zu machen. Entscheidend ist, dass Sie als Lehrkraft dabei an der Lebenswelt der Kinder anknüpfen: Familie, Freundschaften, Schule, Spielplatz oder Hobbys bieten viele Ausgangspunkte. BNE in der Grundschule bedeutet daher: • Lebensweltbezug: Kinder begreifen die Welt aus ihrer direkten Umgebung heraus. Nachhaltigkeit wird dann greifbar, wenn sie im Schulalltag eine Rolle spielt, zum Beispiel beim Frühstück, beim Schulweg oder im Umgang mit Materialien. • Handlungsorientierung: Nachhaltiges Verhalten wird durch eigenes Tun erlebbar. Beispiele hierfür können beispielsweise ein Schulgarten oder Mülltrennungsprojekte sein. • Partizipation: Geben Sie Kindern die Möglichkeit, den Unterricht aktiv mitzugestalten. Fragen Sie nach ihren Ideen für Umweltschutzaktionen oder sozialen Projekten. So stärken Sie demokratisches Denken und Eigenverantwortung. • Fächerverbindendes Lernen: BNE funktioniert besonders gut, wenn Themen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang behandelt werden. Beispielsweise kann ein Thema wie „Wasser“ im Sachunterricht faktenbasiert, im Deutschunterricht literarisch und im Kunstunterricht kreativ aufgegriffen werden. 6 BNE BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

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